Bebauung Schwedenstraße
- Landkreis
- Osnabrück
- Samtgemeinde
- Fürstenau
- Gemeinde
- Fürstenau, Stadt
- Gemarkung
- Fürstenau
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Fürstenau
- Objekttyp
- Häuserzeile (Baukomplex)
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 29dcfcfc-d892-4c1c-982c-90f9c9baa498
- System-ID
- #61753369
- ADABweb-ID
- 49159943
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Eingeschossige, vorwiegend giebelständige Wohnhäuser, ursprünglich als Wohn-/Wirtschaftsgebäude errichtet, Fachwerk mit Ziegelausmauerungen, teils massiver Giebel straßenseitig vorgesetzt, Satteldächer, errichtet im 19. Jahrhundert. Teilweise ist die ursprüngliche Raumaufteilung noch erhalten.
- Denkmalbegründung
- Die Stadt Fürstenau wurde erstmals 1344 erwähnt, als der Osnabrücker Fürstbischof Gottfried von Arnsberg den ersten Bereich des heutigen Schlosses als Anspruch gegenüber den Tecklenburger Grafen errichten ließ. Um die damalige Burg siedelten sich Ackerbürger an. Über die Jahrhunderte wurde die Burg zu einer Festung und Residenz der Osnabrücker Landesfürsten ausgebaut und die Stadt erweitert. Der Charakter und die Individualität der spätmittelalterlichen/ frühneuzeitlichen Plansiedlung in enger Verbindung mit der bischöflichen Grenzfestung sind in der heutigen Siedlungsstruktur noch immer erkennbar. Wesentliche Elemente sind das Straßennetz, die Reste des Verteidigungssystems, die Parzellenzuschnitte sowie die funktionalen wie städtebaulichen Schwerpunkte, wie beispielsweise Kirche und Schloss. Baulich dominieren die giebelständigen, vorwiegend eingeschossigen Häuser teils mit rückwärtigen Hofplätzen, die durch Traufgassen voneinander getrennt sind. Nach den Bränden bzw. Zerstörungen von 1606 und 1637 bzw. 1728 hat lediglich die Bausubstanz der Großen Straße, des westlichen Teils der St. Georg-Straße und des innerstädtischen Teils des Straßenzugs Burg- und Bahnhofstraße eine kontinuierliche Entwicklung erfahren. Diese lassen sich in abgrenzbaren Bereichen heute noch ablesen. Nebenstraßen, wie beispielsweise die Schwedenstraße hatten schon immer eine geringere Bedeutung als die Haupt- und Durchgangsstraßen, was sich baulich in kleineren, schlichteren Häusern widerspiegelt. Diese Tendenz wurde durch die Brände 1838 und 1852 und den Wiederaufbau in Zeiten wirtschaftlicher Rezession mit einfachen Häusern noch verstärkt. Diese Form der Bebauung besitzt daher einen hohen Zeugniswert für kleinstädtische Verhältnisse um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Nachdem die Schwedenstraße 1838 vollständig abbrannte, wurde sie binnen eines Jahres einheitlich wiederaufgebaut. Neben breiteren Vierständerbauten mit Mittellängsdiele finden sich vor allem sehr schmale einstöckige Fachwerkbauten mit seitlicher kleiner Diele. Diese kleinen bis mittelgroßen Wohn-/Wirtschaftsgebäude prägen das Straßenbild. Vor allem die Südseite der Schwedenstraße ist nahezu ungestört überliefert. Charakteristisch für diesen Gebäudetypus sind die Fachwerkkonstruktion als tragendes Gerüst, die Eingeschossigkeit und die Giebelständigkeit. Auch im Inneren gibt es die typische Raumaufteilung: ein langer Flur führt in eine große Küche, die häufig den gesamten rückwärtigen Bereich einnahm. Auf einer Seite des Fluren lagen zwei kleine Kammern, die andere Seite wurde von der Diele mit Kleinviehställen eingenommen. Diese Raumaufteilung ist in wenigen Gebäuden noch erhalten. Obwohl einige Gebäude bereits stark verändert und andere komplett abgebrochen wurden, lässt sich an den erhaltenen Gebäudekernen und -proportionen die Einheitlichkeit dieses Wiederaufbaus noch erkennen. In der Ausprägung der Bauaufgabe beispielhaft, besteht an der Erhaltung der Wohnhäuser in der Schwedenstraße darüber hinaus aufgrund ihrer geschichtlichen Bedeutung auch für die Orts- und Stadtbaugeschichte sowie für die Sozialgeschichte und aufgrund ihrer städtebaulichen Bedeutung wegen ihres prägenden Einflusses auf das Straßenbild und das räumliche Gefüge der gesamten Straße ein öffentliches Interesse.
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61746376 | Wohnhaus | Burgstraße 9
61746408 | Wohnhaus | Schwedenstraße 1
61746429 | Wohnhaus | Schwedenstraße 22
61746430 | Wohnhaus | Schwedenstraße 32
61753370 | Wohnhaus | Schwedenstraße 4
61753371 | Wohnhaus | Schwedenstraße 6
61753372 | Wohnhaus | Schwedenstraße 10
61753374 | Wohnhaus | Schwedenstraße 12
61753375 | Wohnhaus | Schwedenstraße 14
61753398 | Wohnhaus | Schwedenstraße 16
61753401 | Wohnhaus | Schwedenstraße 18
61753402 | Wohnhaus | Schwedenstraße 20
61753404 | Wohnhaus | Schwedenstraße 24
61753405 | Wohnhaus | Schwedenstraße 26
61755726 | Wohnhaus | Schwedenstraße 28
61755752 | Wohnhaus | Schwedenstraße 30
61755754 | Wohnhaus | Schwedenstraße 34
61755757 | Wohnhaus | Schwedenstraße 36
61765228 | Wohnhaus | Schwedenstraße 3
61765232 | Wohnhaus | Schwedenstraße 9
61765234 | Wohnhaus | Schwedenstraße 13
61765236 | Wohnhaus | Schwedenstraße 17
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

