Neuer jüdischer Friedhof Bevern
- Landkreis
- Holzminden
- Samtgemeinde
- Bevern [Sg]
- Gemeinde
- Bevern,Flecken
- Gemarkung
- Bevern
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Bevern
- Adresse
- Angerstraße
- Objekttyp
- Jüdischer Friedhof
- Baujahr
- nach 1846
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- geschichtlich, wissenschaftlich
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 26806684
- Objekt-Nr.
- 169
- Fachbereich
- Bau und Kunst
- Denkmalthema
- Juedische-Friedhoefe-ohne-Grabsteine
- Jüdische Topographie Über den Begräbnisplatz in Bevern ist nur wenig bekannt. Im Rückerstattungsverfahren wurde er 1952 als neuer Friedhof bezeichnet (NLA HA), so dass er später als der 1846 eingerichtete Bevener Friedhof (Mitzkat/Schäfer 1996, S. 12) Am Brucke angelegt worden sein dürfte. Laut Eintragungen im Familienbuch des Landesrabbiners sollen auf dem Friedhof 31 Personen beigesetzt worden sein. (Bein 2004, S. 124) In der NS-Zeit zerstört, wurde der Friedhof 1953/55 wieder instandgesetzt und zu einer Gedenkstätte umgestaltet. 1954 erfolgte die Aufstellung des Gedenksteins. (Bein 2004, S. 124) NLA HA NLA HA Nds. 720 Hildesheim Acc. 2009/127 Nr. 1209: Rückerstattung Friedhof. Bein 2004 Bein, Reinhard: Ewiges Haus. Jüdische Friedhöfe in Stadt und Land Braunschweig. Braunschweig 2004; zum jüdischen Friedhof: S. 124/125. Diamant 1982 Diamant, Adolf: Jüdische Friedhöfe in Deutschland – eine Bestandsaufnahme. Frankfurt am Main 1982; zum jüdischen Friedhof: S. 17. Kieckbusch 2005 Kieckbusch, Klaus: Holzminden. In: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen, hg. von Herbert Obenaus in Zusammenarbeit mit David Bankier und Daniel Fraenkel. Bd. 2. Göttingen 2005, S. 873-883 ; zum jüdischen Friedhof: S. 878, 883. Mitzkat/Schäfer 1996 Mitzkat, Jörg/Schäfer, Andrew: Jüdische Friedhöfe im Landkreis Holzminden [… daß Ihr leben werdet …] (Schriftenreihe des Heimat- und Geschichtsvereins Holzminden; Bd. 9). Holzminden o.J. [1996]; zum jüdischen Friedhof: S. 12-14.
- Beschreibung
- Der Begräbnisplatz liegt am südöstlichen Ortsrand von Bevern, innerhalb eines Wohngebietes, etwas zurückversetzt von der Angerstraße. Der zur Gedenkstätte umgestaltete Friedhof, der oberirdisch keine Grabsteine mehr aufweist, ist über den Zufahrtsweg zu Haus Nr. 58 zugänglich. Das 124 qm große, unregelmäßig geschnittene Grundstück ist mit Rasen bedeckt und wird von einer bossierten Mauer mit Holzzaun umschlossen. Ein Weg aus roten Sandsteinplatten führt von der einflügligen Eingangspforte im rechten Winkel zu einer großen Gedenkplatte. Die von zwei niedrigen Gehölzen gerahmte Gedenkplatte aus rotem Sandstein ist mit einem Davidstern und einer hebräischen und deutschen Inschrift versehen. Die deutsche Inschrift lautet: „Am Morgen wirst du sprechen: Wer gäbe Abend, und Abend wirst du sprechen: Wer gäbe Morgen. Vor Bangigkeit deines Herzens, die du bangen wirst, und vor dem Anblicke deiner Augen, den du erblicken wirst. Deuteronomium Kap. 28/67 Den unvergessenen Toten, die hier die ewige Ruhe fanden. Zur Mahnung für die Lebenden.“
- Denkmalbegründung
- An der Erhaltung des nach 1846 angelegten neuen jüdischen Friedhofs Bevern besteht aufgrund seiner historischen und wissenschaftlichen Bedeutung ein öffentliches Interesse: Als Begräbnisplatz der jüdischen Gemeinde Bevern ist er sowohl ein aussagekräftiger Ort der lokalen Geschichte als auch der Sozial-, Kultur- und Religionsgeschichte und der Geschichte der jüdischen Bestattungskultur. Als eines der wenigen Zeugnisse für die Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Niedersachsen besitzt der Friedhof einen hohen Erinnerungswert.
- Weiterführende Links
- Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- ADABweb
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