Schloss Lütetsburg
- Landkreis
- Aurich
- Samtgemeinde
- Hage
- Gemeinde
- Lütetsburg
- Gemarkung
- Lütetsburg
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Lütetsburg
- Objekttyp
- Schlossanlage
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 25dd82c6-ed28-41ac-912f-1ff27a48006e
- System-ID
- #61495255
- ADABweb-ID
- 34633646
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Doppelt umgraftete Burganlage mit der 1557-76 erbauten, parallel zur Straße verlaufenden Vorburg, dem über eine Brücke mit ihr verbundenen, 1957 wieder aufgebauten Schloss und den westlich der Vorburg erbauten Wohn- und Wirtschaftsgebäuden. Südlich schließt sich der 30 Hektar große Landschaftspark mit artenreichem Baum- und Strauchbestand, abwechslungsreichem Wegesystem, weitläufigen Graben- und Teichanlagen sowie der Orangerie, Gartenpavillons und einer barocken Allee an, die sich mit ihrem Verlauf auf die Hauptachse des Schlosses bezieht und durch den Wald bis zum weit südlich gelegenen Forsthaus führt.
- Denkmalbegründung
- Die Gesamtanlage des Schlosses Lütetsburg geht zurück auf das 14. Jahrhundert, in dem der namengebende ostfriesische Häuptling Lütet Manninga eine erste Burganlage südlich des Altdeiches erbauen ließ, die nach Zerstörungen während der Sächsischen Fehde durch Häuptling Unico Manninga 1557-76 als Renaissance-Schloss mit der bis heute erhaltenen Vorburg wieder aufgebaut wurde. Seit 1588 im Besitz der Grafenfamilie zu Inn- und Knyphausen, wurde das Schloss nach Zerstörungen während des Dreißigjährigen Krieges 1677-79 erneuert. Um 1710 ist südlich des Schlosses der barocke Garten mit seiner in den Wald führenden Hauptachse angelegt worden. Für Graf Edzard Mauritz zu Inn- und Knyphausen wurde er ab 1790 nach Plänen des Rasteder Hofgärtners Christian Ludwig Bosse unter Einbeziehung der alten Schlossanlage in einen Landschaftspark umgestaltet. Das 1893 durch einen Brand zerstörte Schloss ist 1896 in Neorenaissanceformen wieder aufgebaut, im Zweiten Weltkrieg durch Bomben schwer beschädigt und 1956 erneut durch einen Brand zerstört worden. 1957 wurde die heutige Vierflügelanlage auf den Grundmauern der Vorgängerbauten neu errichtet. Die ortsbildprägende Gesamtanlage von Schloss Lütetsburg mit den von Graften umflossenen Burgbauten, den Wirtschaftsgebäuden und dem großen Landschaftspark mit seinen Staffagebauten ist nicht nur von Bedeutung für die Orts- und Landesgeschichte. Auch aufgrund ihrer Bedeutung für die Kultur- und Geistesgeschichte sowie für die Bau- und Kunstgeschichte liegt ihre Erhaltung im öffentlichen Interesse. Darüber hinaus ist das Schloss Lütetsburg aufgrund seines prägenden Einflusses auf das Orts- und Landschaftsbild auch von städtebaulicher Bedeutung.
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61500958 | Orangerie | Landstraße 39
61500961 | Graft | Landstraße 40
61500948 | Gartenpavillon | Landstraße 40 A
61500949 | Waschhaus | Landstraße 41
61500942 | Vorburg | Landstraße 40
61500944 | Landschaftspark | Landstraße 40 A
61500945 | Allee | Landstraße 40 A
61500946 | Kapelle (Bauwerk) | Landstraße 40 A
61500947 | Gartenpavillon | Landstraße 40 A
61500943 | Burg | Landstraße 40 a
61500940 | Wohnhaus | Landstraße 37
61500941 | Wohnhaus | Landstraße 39
61500952 | Scheune | Landstraße 36
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

