Kirchenanlage Deinsen mit Schule, Pfarrhaus, Hofanlage
- Landkreis
- Hildesheim
- Samtgemeinde
- Leinebergland
- Gemeinde
- Eime, Flecken
- Gemarkung
- Deinsen
- Objekttyp
- Siedlungskern (Ortskern)
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 2238015d-d14a-40ce-9ef8-34330ac8fbc5
- System-ID
- #61475830
- ADABweb-ID
- 34456081
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Entlang des historischen Ortskerns in Deinsen konnten sich räumlich um die erhöht liegende Kirche St. Nikolaus das Pfarrhaus, das Schul- bzw. Küsterhaus, die Gaststätte und Hofanlagen zu einem ortsbildprägenden Ensemble ausdehnen. Womöglich wird Deinsen 1146 erstmals in einer Urkunde Bischof Bernwards von Hildesheim erwähnt. Aus vereinzelte Ansiedlungen entstand der Ort westlich des Külf- Höhenzuges. Um 1400 hat es eine Pfarrstelle gegeben, der romanische Ursprung des Turmes macht eine Kirchenstiftung auf einer womöglich heidnischen Kultstätte im 12. Jahrhundert wahrscheinlich. Als Besitzung der Edelherren von Homburg im Amt Lauenstein wurde Deinsen ab 1409 welfisches Territorium. Von 1433 bis1523 verpfändet an den Hildesheimer Bischof; ab 1587 von den v. Saldern durch Herzog Julius entpfändet. Noch unter dem Pfandinhaber Burchard von Saldern wurde bereits vor 1540 die lutherische Lehre eingeführt, ab 1542 wurde das zum Amt Lauenstein offiziell durch Elisabeth von Calenberg reformiert.
- Denkmalbegründung
- Die denkmalgeschützten Bauwerke in direkter Umgebung zur Kirche in Deinsen dokumentieren Formen und Ausdruck ländlichen Bauens vom 12. bis zum 19. Jahrhundert. Die unterschiedlichen Ausprägungen der Wohn- und Wirtschaftsgebäude sind beispielhaft für Entwicklungsstadien des Fachwerk- bzw. Ziegelbaus. Die klassizistische Hellner-Kirche St. Nikolaus, in Anlehnung an den romanischen Westturm hat als ein beispielhaft ausgeprägter Gebäudetypus mitsamt seiner umgebenen Bebauung hohen geschichtlichen Zeugniswert für die Bau- und Kunstgeschichte und ferner für die Orts- und Siedlungsgeschichte. Die denkmalgeschützten Bauwerke dokumentieren den Sie ist anlagenbildprägend und beherrscht das Erscheinungsbild des Ortes. Aufgrund der geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Qualitäten ihrer Gruppenbestandteile besteht am Erhalt der Denkmalgruppe öffentliches Interesse.
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61480749 | Kirche | Samtgemeinde Leinebergland - Eime, Flecken
61480750 | Wohnhaus | Kirchstraße 2
61480752 | Pfarrhaus | Kirchstraße 4
61480822 | Scheune | Lange Straße 9
61480751 | Stall | Kirchstraße 2
61480809 | Wohn-/Wirtschaftsgebäude | Lange Straße 9
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

