Burgmannshöfe Ritterstraße
- Landkreis
- Emsland
- Samtgemeinde
- Haselünne, Stadt
- Gemeinde
- Haselünne
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Haselünne
- Adresse
- Ritterstraße
- Objekttyp
- Adelshof
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 21a4fb08-762f-41d8-aadd-675b3ac54479
- System-ID
- #61569787
- ADABweb-ID
- 35898399
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- In Haselünne nach Aufgabe der bischöflichen Landesburg ab 1346/1347 Ansiedlung der Burgmannen in Höfen. Von den 22 bezeugten Höfen noch sieben - meist in jüngerer Überformung - erhalten, davon vier nebeneinander in der Ritterstraße. Von Westen nach Osten Bentinckhof, Hüntelhof, Westerholtscher Hof und Hof von Dwingelo. In die Höfe Reste der nördlichen Stadtmauer integriert. Vom Westerholtschen Hof das zweigeschossige Steinwerk von um 1385 erhalten. Der Hüntelhof auf mittelalterlichem Keller vielfach umgebaut. Hof Dwingelo um die Mitte des 18. Jhs. zum Palais umgebaut. Ende des 19. Jhs. die drei westlichen Höfe von der Familie Berentzen erworben, in der Folge auf dem Bentinckhof, der bei Anlage der Bahnhofstraße sein Wohnhaus verloren hatte, Bau eines Lagergebäudes der Brennerei, an der Straßenseite des Hofes Westerholt Bau eines zusätzlichen Wohnhauses und 1976 eines Pförtnerhauses in Fachwerk.
- Denkmalbegründung
- Mit 22 mittelalterlichen Burgmannshöfen, von denen immerhin sieben - wenn auch überwiegend überformt - in Teilen erhalten sind, ist in Haselünne eine in Niedersachsen und sogar im nationalen Vergleich ganz ungewöhnliche Zahl von Burgmannshöfen nachweisbar (vgl. die jeweils bis zu drei Burgmannshöfe in Quakenbrück und Hardegsen). Dabei bilden die vier in der nach ihnen benannten Ritterstraße vor der nördlichen Stadtmauer nebeneinander gelegenen Höfe eine besonders eindrucksvolle Reihe. Mittelalterliche Bausubstanz ist dabei überwiegend im Kellerbereich nachweisbar, nicht zuletzt durch die Einbeziehung der Stadtmauer in mehrere Außenwände, hervorzuheben ist aber das Steinwerk des Hofes Westerholt als großer, aufwändiger und gut erhaltener Profanbau des späten 14. Jhs. Der Hüntelhof und der Hof Dwingelo wurden im 18. Jh. zu Palais umgestaltet, während vom Bentinckhof nur noch geringe Bauteile verblieben sind. Eine Nutzungsänderung ergab sich beim Erwerb von drei Höfen durch die Familie Berentzen im späten 19. Jh., die dort ihre schnell wachsende Brennerei einrichtete. Das auf dem Gelände des Bentinckhofes errichtete Lagergebäude und das Wohnhaus Ritterstraße 8 haben als Bauten der Zeit um 1900 Denkmalwert. Die Gruppe "Burgmannshöfe Ritterstraße" und ihre Teile haben eine geschichtliche Bedeutung für die Ortsgeschichte und Landesgeschichte und aufgrund ihres Zeugnis- und Schauwertes für die Baugeschichte vom 14. bis zum frühen 20. Jh. und für die Stadtbaugeschichte sowie eine städtebauliche Bedeutung für das Ortsbild, daher liegt ihre Erhaltung im öffentlichen Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

