Burg/Domäne Warberg
- Landkreis
- Helmstedt
- Samtgemeinde
- Nord-Elm
- Gemeinde
- Warberg
- Gemarkung
- Warberg
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Warberg
- Objekttyp
- Domäne
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 1f747bf2-d4b8-4751-8028-9d6730a4fb6a
- System-ID
- #61380584
- ADABweb-ID
- 32631786
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Ortsbildprägende und landesgeschichtlich bedeutende Anlage mit einer im Kern mittelalterlichen Burg mit nach Osten und Südosten ausgedehnten Witschaftshöfen der Domäne.
- Denkmalbegründung
- Im Nordwesten der Ortschaft erstreckt sich das Areal der Domäne Warberg. Ursprünglich handelt es sich um den Burgsitz der Herren von Warberg, die im frühen 13. Jh. nach dem Verlust der ersten Burg in den Kämpfen zwischen Phillip von Schwaben und König Otto IV. 1199 eine Nachfolgeburg an heutiger Stelle errichteten. Mit einem im Kern bauzeitlichen Bergfried handelt es sich um eine nahezu vollständig erhaltene Wasserburg, aufgeteilt in Ober- und Unterburg, mit einem östlichen mittelalterlichen Hauptflügel sowie weiteren Schlossflügeln der Bauphasen des 15.-20. Jh. Die Burg war lange der Hauptsitz der Herren von Warberg, die neben ihren reichen Eigenbesitz östlich des Elms ebenfalls über Lehen der Magdeburger Bischöfe sowie der Braunschweiger Herzöge verfügten. Die Edelfamilie konnte ihre Macht im Zwiespalt zwischen den beiden Landesherren bis in das 16. Jh. bewahren. Nach den Auseinandersetzungen zwischen den Herzog Heinrich den Jüngeren und den führenden Adeligen des Braunschweiger Landes zwischen 1547-1553 verlor die Familie ihre Lehnsunabhängigkeit und wurde ab 1560 unter einen Lehnsvertrag gestellt, der ihr gesamtes Allodialgut umfasste. Der Dreißigjährige Krieg brachte den Niedergang der Familie, das Lehnsgut häufte bis 1654 eine so hohe Schuldenlast an, sodass die Herzoginwitwe Anna Sophia diese aufkaufte und den Besitz verwaltete. Anschließend wurde die Burg, nun im herzoglichen Besitz, als Domäne genutzt und zur Verwaltung an fürstliche Amtsleute weitergegeben. Als das Gut im Jahre 1918 zur Staatsdomäne wurde, erwarb der Schulverein Reichs-Landhandelsschule die Burganlage im Jahr 1938 und ließ sie bis 1942 umfassend um- und ausbauen, um dort die Reichshandelsschule zu betreiben. An der Erhaltung der Burg/Domäne Warberg besteht aufgrund ihrer geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Landesgeschichte, als Zeugnis- und Schauwert für Bau- und Kunstgeschichte, für Siedlungs- und Stadtbaugeschichte wie auch für politische Geschichte, aufgrund ihrer künstlerischen Bedeutung als Erlebniswert für regional nicht alltägliche künstlerisch-handwerkliche Gestaltwerte, wie auch aufgrund ihrer städtebaulicher Bedeutung von prägendem Einfluss auf das Ortsbild ein öffentliches Interesse.
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61386751 | Stall | An der Burg 2
61386752 | Scheune | An der Burg 2
61386753 | Silo | An der Burg 2
61386754 | Scheune | An der Burg 5
61386755 | Wirtschaftsgebäude | An der Burg 5
61386761 | Wohn-/Wirtschaftsgebäude | An der Burg 1
61386762 | Wohnhaus | An der Burg 2
61386763 | Burg | An der Burg 3
61386764 | Wohnhaus | An der Burg 5
61386765 | Wohn-/Wirtschaftsgebäude | An der Burg 6
61386776 | Wohnhaus | Johanniterstraße 15 a/b
61386777 | Wohnhaus | Johanniterstraße 16 a/b
61386786 | Wirtschaftsgebäude | An der Burg 1
61386787 | Wirtschaftsgebäude | An der Burg 1
61386788 | Scheune | An der Burg 2
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

