Wohn-/Geschäftshaus
- Landkreis
- Leer
- Samtgemeinde
- Leer (Ostfriesland), Stadt
- Gemeinde
- Leer
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Leer
- Adresse
- Brunnenstraße 1
- Objekttyp
- Wohn-/Geschäftshaus
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 1e2e5ac6-f2fa-4129-af35-f7b685995f0f
- System-ID
- #61540587
- ADABweb-ID
- 35658048
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- An der Straßenecke Brunnenstraße/ Kirchstraße stehendes, zweigeschossiges Wohn- und Geschäftshaus mit zwei parallel zueinanderstehenden Satteldächern. Die Putzfassade im Erdgeschoss gequadert, im südlichen Gebäudeteil hochrechteckige Tür- und Fensteröffnungen im Holzblockrahmen, im nördlichen Teil Schaufenster. Über dem Sohlbankgesims im Obergeschoss rundbogige Fensteröffnungen mit Stabprofil, die beiden Giebel zur Brunnenstraße einheitlich gestaltet mit jeweils drei höhengestaffelten Rundbogenfenstern und ansteigendem Rundbogenfries entlang des Ortgangs. Die Trauffassade an der Kirchstraße mit drei Fensterachsen, der Rundbogenfries unterhalb der Traufe unterbrochen, zwei Konsolsteine eines heute nicht mehr vorhandenen Dacherkers. Im Ursprung zwei Einzelhäuser um 1850 mit einheitlicher Putzfassade zusammengefasst.
- Denkmalbegründung
- Anfang des 19 Jahrhunderts wurde das Anwesen an der Brunnenstraße 1 von Johann Börner erworben. Der Kaufmann Christian Börner, ab 1868 Senator der Stadt Leer, betrieb eine Weinhandlung, die ab 1889 von seinem Nachfolger Heinrich Witter bis ins 20. Jahrhundert fortgeführt wurde. Bereits 1860 kam das Haus Kirchstraße 2 zu dem Besitz und wurde als Packhaus genutzt, 1902 ebenso das Haus an der Kirchstraße 4. Das Vorderhaus an der Brunnenstraße besteht im Ursprung aus zwei Einzelhäusern, die um 1850 mit einer einheitlichen Doppelgiebelfassade neugestaltet und zusammengefasst wurden. Dabei haben sich im Erdgeschoss noch Holzblockrahmenfenster erhalten, während im Ober- und Dachgeschoss rundbogige Fenster und ein Rundbogenfries an Ortgang und Traufe die Umgestaltung Mitte des 19. Jahrhunderts erkennen lassen. Nach Westen ist ein eingeschossiges Hinterhaus angebaut, das mit dem Giebel zur Kirchstraße ausgerichtet ist. Das Haus an der Brunnenstraße 1 ist von geschichtlicher Bedeutung im Rahmen der Orts-, Siedlungs- und Stadtbaugeschichte sowie aufgrund des Anschauungswertes als Wohn- und Geschäftshaus aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Doppelgiebel zur Brunnenstraße hat eine prägende Wirkung auf das Straßenbild, so dass auch eine städtebauliche Bedeutung innerhalb der Gruppe „Altstadt/ Rathausstraße“ besteht. Aus diesen Gründen besteht ein öffentliches Erhaltungsinteresse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61540290 | Altstadt (Baukomplex)
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

