Hof Witte-Elixmann
- Landkreis
- Osnabrück
- Samtgemeinde
- Hagen am Teutoburger Wald
- Gemeinde
- Natrup-Hagen
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Natrup-Hagen
- Adresse
- Lotter Weg 57
- Objekttyp
- Hofanlage
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 1a9440e8-ab74-44d5-bc5d-233359a39dd1
- System-ID
- #61530433
- ADABweb-ID
- 35319021
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Direkt an einer Straßenkreuzung gelegene Hofanlage mit Wohn-/Wirtschaftsgebäude, Kruzifix, altem Baumbestand und Reste der Bruchsteineinfriedung östlich und südlich, errichtet zwischen 1900-1907.
- Denkmalbegründung
- Die Gemarkung Natrup-Hagen befindet sich im nordwestlichen Bereich der Gemeinde, in unmittelbarer Nähe zur Landesgrenze. Sie ist in Ost-West-Richtung ausgedehnt und wird durch unterschiedliche topographische und landschaftliche Begebenheiten geprägt: östlich befinden sich der Silberberg und der Heidberg, im Südwesten der Hohle Berg, jeweils mit umgebenen Waldflächen. Die übrige Landschaft dominieren Ackerflächen, Wiesen und Auwäldchen. Verkehrstechnisch bildet die Lengericher Straße von Südwest nach Nordost die Haupterschließung und fächert sich in die Landschaft auf. Der alte Siedlungskern ist mittig der Gemarkung, entlang von Gold- und Hagenbach, zu vermuten. Eine Siedlungsstruktur ist jedoch in der gesamten Bauerschaft schwer greifbar. Kleine Siedlungspunkte bilden verstreut einzelne Hofanlagen - wie der Hof Witte-Elixmann, inmitten der Gemarkung - am Hagenbach - und in unmittelbarer Nachbarschaft weiterer Höfe gelegen. Die Hofanlage ist daher ein wichtiger Bestandteil der Siedlungsstruktur. Ähnlich wie in Mentrup wurde auch in Natrup-Hagen die alte Bausubstanz der Höfe in den meisten Fällen bereits verändert, umgebaut und durch An- und Neubauten erweitert. So wurde auch die Hofanlage Witte-Elixmann durch weitere Wirtschaftsgebäude nördlich erweitert. Der typische Zuschnitt einer regionalen Hofanlage - eine konzentrierte Anordnung des Wohn-/Wirtschaftsgebäudes und anschließenden Nebengebäuden um einen geschlossenen Wirtschaftshof - ist hier nicht charakteristisch ausgeprägt. Die wirtschaftliche Bedeutung der Hofanlage ist jedoch auch mit dem abweichenden Raumgefüge gegeben. Die kulturraumformende Qualität dieser Anlage wird darüber hinaus durch die erhaltene Einfriedung und den überkommenen Baumbestand gesteigert. Von der historischen Bausubstanz kommt dem Wohn-/Wirtschaftsgebäude - als Massivbau, der in der Region ab der Mitte des 19. Jahrhunderts verstärkt Einzug im landlichen Bauwesen fand - ein hoher Aussage- und Zeugniswert zu. Auch die kontinuierliche Volksfrömmigkeit, deren bauliche Zeugnisse, wie Bildstöcke und Kapellen, die Wege der Region prägen, wird hier durch das Kruzifix veranschaulicht. An der Erhaltung der Hofanlage besteht daher aufgrund ihrer geschichtlichen Bedeutung für die Siedlungs- und Wirtschaftsgeschichte sowie für die Volks- und Heimatkunde und aufgrund der städtebaulichen Bedeutung der einzelnen Bestandteile der Hofanlage mit ihrem prägendem Einfluss auf das räumliche Gefüge, ein öffentliches Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
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