Friedhof und Gedenkstätte Nordwest
Allee zur Grabstelle des ärztlichen Direktors (2021)
Weg zum Friedhof säumende Lindenreihe (2021)
Ehemaliges Ausländergräberfeld, seit 1975 Kriegsgräberstätte (2021)
Grabstätten (2021)
Eingangstor (2021)
- Landkreis
- Lüneburg
- Samtgemeinde
- Lüneburg, Hansestadt
- Gemeinde
- Lüneburg
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Lüneburg
- Adresse
- Am Wienebütteler Weg
- Objekttyp
- Friedhof
- Baujahr
- 1922 - 1985
- Denkmalstatus
- Teil einer Gruppe baulicher Anlagen (gemäß § 3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 18f65299-99aa-463c-a8e2-a3baff12c5a5
- System-ID
- #61756182
- ADABweb-ID
- 49856075
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Der Friedhof liegt nordwestlich der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt und wurde als Begräbnisstätte für PatientInnen und Anstaltspersonal eingerichtet. Er wird von Hecken eingefasst und hat zwei Eingänge mit Natursteinpfeilern, jeweils mit zweiteiligem Holztor und Pforte. Die Anlage wird durch ein orthogonales Wegesystem erschlossen, das teilweise von Alleen begleitet wird. Es weist Grabfelder von Opfern der Euthanasie auf und dient als Kriegsgräberstätte. Die Grabfelder sind überwiegend als Reihengräber mit Kopf an Kopf Beisetzung angelegt und in Heckenräume gegliedert. In zentraler Lage hat sich der schon während des Naziregimes tätige, ehemalige ärztliche Direktor der Heil- und Pflegeanstalt eine Grabstätte mit Hochkreuz, auf die eine breite Allee zuführt, errichten lassen. Eine Lindenreihe, die von Süden nach Norden auf den Friedhof zuläuft und Am Wienebütteler Weg quert, kennzeichnet heute noch einen Teil des Weges, der die Anstalt und den Friedhof verband.
- Denkmalbegründung
- Der Anstaltsfriedhof Heil- und Pflegeanstalt wurde 1922 angelegt und zwischen 1941-1945 im Zuge der Lüneburger „Euthanasie“-Maßnahmen für über 200 Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie Menschen mit ausländischer Herkunft als Friedhof genutzt. Auch die Opfer der Nachkriegspsychatrie (1945-1951) und Opfer des Luftkrieges liegen hier begraben. An seiner Erhaltung besteht wegen seiner geschichtlichen Bedeutung im Rahmen von Orts- und Nationalgeschichte, aufgrund des Zeugnis- und Schauwertes für politische Geschichte und seiner städtebaulichen Bedeutung von prägendem Einfluss auf das Landschaftsbild und als Element des räumlichen Gefüges der Anlage der Heil- und Pflegeanstalt ein öffentliches Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61261722 | Krankenhausanlage
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro
Allee zur Grabstelle des ärztlichen Direktors (2021)
Weg zum Friedhof säumende Lindenreihe (2021)
Ehemaliges Ausländergräberfeld, seit 1975 Kriegsgräberstätte (2021)
Grabstätten (2021)
Eingangstor (2021)

