Lavesallee und Leibnizufer
Leibnizufer vor dem Ministerium für Landwirtschaft, Ansicht von Süden (2020)
Leinefluss und Uferbefestigung Am Hohen Ufer, Ansicht von Nordwesten (2020)
Lavesallee von Südwesten (2024)
Stadt Hannover, Calenberger Neustadt, Lavesallee 10, Finanzamt Mitte, Hauptansicht zum Waterlooplatz (2017)
Grünanlage mit Fußweg entlang des Leibnizufers, mit Niki-Skulpturen, Ansicht von Süden (2020)
- Landkreis
- Region Hannover
- Samtgemeinde
- Hannover, Landeshauptstadt
- Gemeinde
- Hannover
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Mitte
- Objekttyp
- Straßenzug
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 17a75cba-7d66-4087-bbdf-b757fa3f92ff
- System-ID
- #61261573
- ADABweb-ID
- 30594057
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Stadträumliches Gefüge des Verwaltungs- und Ministeriumsbereichs an dem Tangentenring um die Innenstadt entlang der Straßenzüge von Lavesallee und Leibnizufer. Die „autogerechten“ Straßen werden im Norden flankiert von Bauten der Landesregierung und im Süden von den Gebäuden des Berufsschulzentrums aus den 1950er Jahren, die als Solitärbauten unterschiedlicher Gestaltung den umgebenden Straßenraum gliedern und akzentuieren. Sowohl die beiden Straßenzüge als auch die darauf bezogenen Gebäude sind wesentlicher Teil der Hillebrechtschen Verkehrsplanung und ein beispielhaftes Dokument der Hannoverschen Stadtplanung der Wiederaufbauzeit in den 1950er Jahren.
- Denkmalbegründung
- Die breiten Straßenzüge des Leibnizufers und der Lavesallee gehen auf die städtebauliche Neuordnung der Hannoverschen Innenstadt nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs zurück. Sie sind unter der Leitung des seit 1948 amtierenden Hannoverschen Stadtbaurats Rudolf Hillebrecht geplant und bis Mitte der 1950er Jahre realisiert worden. Sowohl das Leibnizufer als die neu entstandene innerstädtische Uferstraße an der Leine als auch die Lavesallee sind Teil der nach dem Zweiten Weltkrieg geplanten offenen Bebauung des Verwaltungs- und Ministeriumsbereichs an dem Tangentenring um die Innenstadt, der ab 1949 auf den stark zerstörten Flächen der Calenberger Neustadt angelegt wurde. Im Zusammenhang damit ist auch der Flussbereich der Leine mit den Uferbefestigungen und Promenaden durch die Aufgabe der Leineinsel und den breiten Straßendurchbruch des heutigen Leibnizufers neugestaltet worden. Die Straßenzüge mit der sie umgebenden Bebauung sind nicht nur von Bedeutung für die Stadtbau- und Siedlungsgeschichte Hannovers, sondern auch von prägendem Einfluss auf das Ortsbild. Die in den 1950er Jahren hier errichteten Verwaltungsgebäude sind beispielhaft für die Architektur öffentlicher Bauten innerhalb der neu aufgebauten Stadt. An ihrer Erhaltung besteht auch aufgrund ihrer architektonisch und künstlerisch hohen Gestaltungsqualitäten und als Werke verschiedener Architekten ein öffentliches Interesse. Die städtebauliche Neuplanung der stark kriegszerstörten Innenstadt von Hannover ab den frühen 1950er Jahren durch Rudolf Hillebrecht hin zur „autogerechten Stadt“ ist hier bis heute besonders gut ablesbar.
- Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
- 61285194 | Verwaltungsgebäude | Lavesallee 10
61285196 | Verwaltungsgebäude | Calenberger Straße 2
61280082 | Straße | Hannover, Landeshauptstadt - Hannover
61280083 | Grünanlage | Hannover, Landeshauptstadt - Hannover
61285206 | Skulptur | Leibnizufer 9
61285195 | Straße | Hannover, Landeshauptstadt - Hannover
61280081 | Brunnen | Hannover, Landeshauptstadt - Hannover
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS
Leibnizufer vor dem Ministerium für Landwirtschaft, Ansicht von Süden (2020)
Leinefluss und Uferbefestigung Am Hohen Ufer, Ansicht von Nordwesten (2020)
Lavesallee von Südwesten (2024)
Stadt Hannover, Calenberger Neustadt, Lavesallee 10, Finanzamt Mitte, Hauptansicht zum Waterlooplatz (2017)
Grünanlage mit Fußweg entlang des Leibnizufers, mit Niki-Skulpturen, Ansicht von Süden (2020)

