Rockesberg
- Landkreis
- Wolfenbüttel
- Samtgemeinde
- Elm-Asse
- Gemeinde
- Denkte
- Gemarkung
- Groß Denkte
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Rockesberg, Burgweg
- Objekttyp
- Befestigung (unbestimmt)
- Baujahr
- 13. Jh.
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 16978a27-e63f-472c-9d49-80269d61c54f
- System-ID
- #60944603
- ADABweb-ID
- 28972774
- Fachbereich
- Archäologie
- Beschreibung
- Befestigung, etwa viereckige Anlage. Vorhanden je ein Abschnittsgraben im NW gegen Gr. Denkte und im SO gegen die Asseburg. Der Graben im NW ist noch auf ca. 14 m Länge erhalten. Im SW ist er durch einen Steinbruch gestört. Seine Breite beträgt ca. 7,5 m. Nach außen hin zeigt er eine Tiefe von ca. 0,5 m. Von innen fällt die Grabenböschung 1 m tief zur Sohle. Der südöstliche Abschnittsgraben hat eine Breite von ca. 8 m, wird aber im Hang zunehmend breiter (ca. 12 bis 13 m). Auf dem Bergkamm ist die Außenböschung des Grabens 1 m hoch, die Innenböschung fällt ca. 3 m in die Grabensohle ab. Hinter dem Graben zeichnet sich ein flacher ca. 0,2 m hoher Wall ab. Wall und Abschnittsgraben haben etwa eine Länge von 30 m. Am Wallende setzt fast rechtwinklig eine künstliche Böschungskante an, die nach ca. 45 m im NW ausläuft bzw. dann nicht mehr erkennbar ist. An der steilen NO-Flanke sind keine Befestigungsreste vorhanden. Im Inneren der Anlage sind keine Bauspuren mehr vorhanden. Die Belagerungsanlage auf dem Rockesberg wurde im Zuge der Belagerung der Asseburg 1255 angelegt. Damals versuchte Albrecht von Sachsen die Burg zu erobern, da er seine Ansprüche auf die Reichslehen Gunzelins von Wolfenbüttel, zu denen auch die von ihm zwischen 1218 und 1223 erbaute Asseburg gehörte, durchsetzen wollte. Gunzelin war, da er dem neu gewählten König Wilhelm von Holland nicht huldigen wollte, von einem Reichsgericht seiner Lehen für verlustig erklärt worden. Nach Gunzelins Tod 1254 musste Albrecht von Sachsen seine ihm zugesprochene Anwartschaft auf dessen Reichslehen gegen dessen Söhne durchsetzen. Die von Gunzelins zweiten Sohn verteidigte Burg war so gut befestigt, dass sie Albrecht erst 1258 gegen eine Entschädigung von 400 Mark übergeben wurde. Damit verlor die Belagerungsanlage ihren Zweck und wurde aufgegeben. Auf dem Merianstich von 1654 ist die Belagerungsburg noch zu sehen.
- Literatur
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- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS

