Park der Villa Steinberg
- Landkreis
- Hildesheim
- Samtgemeinde
- Sarstedt, Stadt
- Gemeinde
- Sarstedt
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Sarstedt
- Adresse
- Amn Steinberg 3
- Objekttyp
- Park
- Denkmalstatus
- Teil einer Gruppe baulicher Anlagen (gemäß § 3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 15f0046e-f41b-426b-bfe1-46404f1ce540
- System-ID
- #61778268
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Der Park der Villa Steinberg wurde um 1900 im Zuge des Baus der Villa angelegt. Das durch die erhöhte Lage bedingt bereits natürlich abfallende Gelände wurde in leichter Terrassierung angepasst und bepflanzt. Kleinere Änderungen werden über die Jahre nutzungs- oder durch andere Einflüsse wie Abgängigkeit von Pflanzenmaterial bedingt vorgenommen worden sein. Eine größere Überformung fand in den späten 1940er Jahren statt, als das Institut für Obst- und Gemüsebau der TH Hannover in die Räumlichkeiten der Villa Steinberg zog. Es wurden neue Gehölze gepflanzt, Beete angelegt und Elemente wie eine Art Pergola eingebracht. Die um die Freiflächen stehenden Bäume bilden eine Einfassung der Gesamtfreifläche. Östlich der Villa befindet sich eine in einem Halbrund geführte Vorfahrt. Die begleitende Kastanienallee ist in Teilen gut erhalten, sie weist allerdings einige Lücken auf. Die ursprüngliche Pflasterung, ein gelber Klinker, liegt an einer Stelle noch offen, befindet sich nach Annahme Pagels‘ aus dem Jahr 2007 noch unter der heutigen Wegedecke. Westlich und südlich befindet sich die große Freifläche die von einem Gehölzsaum bzw. im Südosten von dem Hochschulgebäude gefasst wird. Auf der Fläche stehen einige Solitäre und als solche gepflanzte Baumgruppen, wovon die recht zentral südlich des Gebäude stehende die prägnanteste ist. Es stehen sowohl Laub- als auch Nadelbäume auf der Fläche. Die Gehölze sind in Teilen entstehungszeitlich und in Teilen aus der Hochschulzeit, wobei bedingt durch die jahrzehntelange Nutzungszeit sehr verschiedene Altersstadien vorliegen. Vor dem Hochschulgebäude sind Beete angelegt. Die den Weg entlang des Gebäudes nach Süden abschließende Pergola ist nur noch in Form von wenigen Pfeilerresten erhalten. Der nördlich der Villa gelegene Bereich wurde in den frühen 1940er Jahre durch den Bau eines Hochbunkers überformt. Der umgebende Waldbereich ist über die Jahrzehnte bis an diesen herangerückt.
- Denkmalbegründung
- Die Erhaltung des Parks der Villa Steinberg als Baudenkmal liegt aus geschichtlichen und städtebaulichen Gründen im öffentlichen Interesse. Die Bedeutung des Schauwertes für die Bau- und Kunstgeschichte liegt in der Ausprägung als Villengarten der Zeit um 1900, während die Gestaltung zugleich nicht nur das Orts- und Landschaftsbild durch eine künstlerische Ausformung prägt, sondern in enger Wechselwirkung mit dem Gebäude steht: durch eine Durchmischung von Freiflächen und Gehölzgruppen oder Solitären wird ein Erleben des Gebäudes aus verschiedenen Perspektiven mit und ohne pflanzliche Rahmung erreicht. Mit der Einrichtung des Institutes für Obst- und Gemüsebau der TH Hannover 1947/48 kam es zu einer größeren Überformung, die bis heute in einigen Bereichen beispielsweise in Form von angelegten Beeten oder Gehölzanpflanzungen ablesbar ist und damit eine eigene das Gesamtgefüge prägende bis heute in Teilen noch erhaltene Schicht.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61778266 | Villenanwesen
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

