Patrizierhaus. Wohn-/Geschäftshaus
- Landkreis
- Lüneburg
- Samtgemeinde
- Lüneburg, Hansestadt
- Gemeinde
- Lüneburg
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Lüneburg
- Adresse
- Schröderstraße 18
- Objekttyp
- Wohnhaus
- Baujahr
- um 1400 - 20.Jh.
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 156602e7-4550-4d26-bd67-5d2e87832d68
- System-ID
- #61272552
- ADABweb-ID
- 30681187
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Giebelständiger, zweigeschossiger Backsteinbau mit Zwischengeschoss unter Satteldach mit Staffelgiebel. Verputztes Erdgeschoss mit Fugenschnitt und leicht außermittigem, schräg eingeschnittenem Rundbogenportal mit gerade abschließender Rahmung. Im Obergeschoss Segment- und Spitzbogenöffnungen im Wechsel. Darüber taustabgerahmter Steinfries geschmückt durch Medaillons mit Putzspiegel. Die sieben Bahnen des dreigeschossigen Giebels trennen halbrunde Lisenen und sind gegliedert mit segmentbogigen Fenstern oder kleeblattbogigen Zwillingsblenden und bekrönt durch Putzkreise. Die nördliche, 22 Meter lange Traufseite mit modernisiertem und verputztem Erdgeschoss; und mit rechteckigen Fensteröffnungen im Zwischengeschoss. Im Obergeschoss spitzbogige Fensterarkade in zweifacher Rahmung mit zum Teil grünglasierten Formsteinen. Dreischiffige, fünfjochige Kelleranlage mit aufwändig profilierten Kreuzrippengewölbe. Errichtet um 1400. Fassadenerneuerungen 18. Jahrhundert. 1822 Umgestaltung zum Theater- und Saalbau. Obergeschoss- und Giebelerneuerung Anfang 20. Jahrhundert. 2001 Fassadenerneuerung.
- Denkmalbegründung
- Das Gebäude Schröderstraße 18 steht städtebaulich exponiert auf einem Eckgrundstück im Kreuzungsbereich der Straßen Katzenstraße, Apothekenstraße und An der Münze. Es ist das ehemalige Haupthaus eines für Lüneburg typischen, großparzelligen Patrizieranwesens mit den beiden Seitenflügeln Apothekenstraße 17 und Schröderstraße 16. Der weitgehend original überkommene Gewölbekeller zählt zu dem größten der Stadt. Im 19. Jahrhundert umgebaut zum ersten Theaterbau Lüneburgs. An seiner Erhaltung besteht aus geschichtlichen Gründen wegen des Zeugnis- und Schauwerts für die Orts-, Bau- und Kunstgeschichte und durch beispielhafte Ausprägung eines Gebäudetypus sowie aus städtebaulichen Gründen von prägendem Einfluss als Element des räumlichen Gefüges einer Straße und als Teil der Altstadt von Lüneburg ein öffentliches Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61261684 | Altstadt (Baukomplex)
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

