Königliches Lehrerseminar Lüneburg
- Landkreis
- Lüneburg
- Samtgemeinde
- Lüneburg, Hansestadt
- Gemeinde
- Lüneburg
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Lüneburg
- Adresse
- Wilschenbrucher Weg 84 /84a
- Objekttyp
- Seminargebäude
- Baujahr
- 1914 - 1915
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 148df018-e69c-4bae-b674-ad8d9f59210d
- System-ID
- #61266338
- ADABweb-ID
- 30659738
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Denkmalthema
- Hochschullandschaft Universitaeten-in-Niedersachsen
- Beschreibung
- Traufständiger zwei- bis dreigeschossiger Backsteinbau aus drei versetzt angeordneten Gebäudeflügeln. Dreigeschossiger zwölfachsiger Mittelbau mit geschweiftem Zwerchgiebel und neunachsiger Südflügel mit langgezogener Gaube. Beide mit Ziersetzungen in Superposition in den Obergeschossen und Bossierung im Erdgeschoss, Baudekor in Zementwerkstein unter Walmdächern in roter Hohlpfannendeckung. Zweigeschossiger fünfachsiger Nordflügel mit zentralem Zwerchhaus unter Schweifgiebel auf Lisenen in Superposition unter Walmdach in roter Hohlpfannendeckung. Errichtet 1914/15(i). Im Gebäudeinneren Wandbild "Lebenkreise" von Horst Eisbrecher. 1955.
- Denkmalbegründung
- Das Seminargebäude des ehemaligen Königlichen Lehrerseminars in Lüneburg wurde 1914/15 als erster eigener Bau für die bereits 1870 gegründete Lehrerausbildungsstätte errichtet. Die Baupläne aus dem Staatshochbauamt stammen von Baurat Schlöbke und Regierungsbaumeister Rahn. Entsprechend der unterschiedlichen für die Lehre benötigten Räume, die unter anderem eine große Aula umfassen, ist die bauliche Anlage in drei Bauteile gegliedert, die durch baukörperliche Versätze aus der straßenrandbegleitenden Bauflucht eine räumlich gegliederte Komposition bilden. Dabei weist die Backsteinbauweise, die spätbarocke und klassizistische Bauformen aufnimmt, bereits eine zeittypische Prägung auf. Die Erhaltung des ehemaligen Königlichen Lehrerseminars liegt aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung für die Ortsgeschichte von Lüneburg, als charakteristischer Bautypus für den Hochschulbau der späten Kaiserzeit sowie seines bau- und kunstgeschichtlichen Schauwertes für die Reformarchitektur sowie der städtebaulichen Bedeutung durch seine prägende Wirkung auf das Straßenbild, im öffentlichen Interesse.
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

