Armenkrankenhaus am Wendentor
- Landkreis
- Stadt Braunschweig (kreisfrei)
- Samtgemeinde
- Braunschweig, Stadt
- Gemeinde
- Innenstadt
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Braunschweig
- Adresse
- Wilhelmstraße 55
- Objekttyp
- Krankenhausgebäude
- Baujahr
- 1764
- Personen
- Langwagen, Christian Gottlob
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 13b47049-16ab-469f-8031-66976122f5a0
- System-ID
- #61639507
- ADABweb-ID
- 37220892
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Als Eckbau errichteter zweigeschossiger traufständiger Putzbau auf Quadersockel unter Walmdach. Symmetrische Fassadengliederung mit siebenachsigem Mittelrisalit an der Südfassade sowie dreiachsigem Mittelrisalit an der Nordostfassade, Horizontalfugen im Erdgeschoss und Putz- und Werksteingliederungen sowie Sandsteineinfassungen. Während die Rechteckfenster im Erdgeschoss an den Risaliten mit achitravierter Werksteinrahmung mit Ohren ausgebildet wurden, zeigen sich die übrigen Erdgeschossfenster mit glatter Putzrahmung, die Obergeschossfenster mit profilierter Werksteinrahmung. Das ehemalige Portal befindet sich in der Mittelachse auf der Südseite, es trägt eine waagerechte Verdachung, die auf Konsolen und seitlichen schlichten Pilastern ruht und in ein Fenster umgebaut wurde. Der östliche Giebel sowie die Rückseite des Baus wurden bei der Wiederaufbau- bzw. Umbauphase nach dem Krieg verändert und mit einer glatt verputzten Fassade wiederhergestellt.
- Denkmalbegründung
- Das Gebäude wurde an städtebaulich prägnanter Lage an der Ecke Wilhelmstraße/ Wendenstraße 1764 von Ernst Wilhelm Horn in unmittelbarer Nähe eines der alten Stadttore als Armenkrankenhaus errichtet. Es handelt sich um einer der wenigen erhaltenen massiven Barockbauten der Stadt. Als erster Bau wurde der Südflügel errichtet, 1786 wurde durch Christian Gottlieb Langwagen der Nordflügel an der Wendenstraße angebaut. Als Krankenhaus wurde der Bau bis 1895 genutzt und dient heute als Verwaltungsbau. Nach schweren Kriegszerstörungen wurde das Gebäude vermutlich leicht verändert und in vereinfachter Form wiederaufgebaut, die Mittelrisalite sind durch veränderte Dachlandschaft nur noch als schmale Fassadenvorsprünge erkennbar. An dem ehemaligen Krankenhausbau besteht aus ortsgeschichtlichen Gründen, aufgrund des Zeugnis- und Schauwertes für die Bau- und Kunstgeschichte sowie der Sozialgeschichte, als Werk zweier regional bekannten Architekten sowie aus städtebaulich straßenbildprägenden Gründen ein öffentliches Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
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