Gaststätte mit Nebengebäude
- Landkreis
- Helmstedt
- Samtgemeinde
- Helmstedt, Stadt
- Gemeinde
- Helmstedt
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Helmstedt
- Objekttyp
- Wohnhaus
- Baujahr
- 1828 - um 1850
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Städtebauliche Bedeutung, Geschichtliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 12441615-0cd0-4c63-95bc-d8bedc55d3e8
- System-ID
- #61389963
- ADABweb-ID
- 32701655
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Beiderseits eingebautes Eckgebäude der Kreuzung Braunschweiger Straße und Gartenstraße. Der ältere Bau an der Braunschweiger Straße, ein zweigeschossiger, zehnachsiger Fachwerkbau in Stockwerksbauweise, ist traufständig. Das Satteldach ist jüngst neu gedeckt, der Ostgiebel weist ein Krüppelwalmdach auf. Ein vierachsiger Mittelrisalit mit Zwerchhaus kragt an der Straßenfassade leicht, an der Rückfassade stark hervor. Die Fachwerkstreben strecken sich über zwei und drei Gefache, mit einzelnen Fußstreben. Der jüngere, sechsaschige Erweiterungsbau im Westen, heute Gartenstraße 10, ist zu dieser hin giebelständig. Ebenfalls zweigeschossig und in derselben Fachwerkbauweise unter jüngst neu gedecktem Satteldach gebaut, ist sein Erdgeschoss im frei stehenden Westgiebel massiv ersetzt. Beide Gebäude haben Gewölbekeller mit bruchsteingemauerten Tonnengewölben, die firstparallel unter den straßenseitigen Hausteilen liegen und mit einem nachträglich eingebauten Zwischengang untereinander verbunden sind. An der östlichen Stirnwand des Kellers unter dem Hauptbau die Jahreszahl 1828, die auf das Errichtungsjahr des Fachwerkbaus deutet. Die Keller selbst sind wohl von Vorgängerbauten erhalten. Im Inneren des Hauptbaus Treppenanlage mit typischen Gestaltungsmerkmalen der 1830er Jahre - wie das gitterartige Geländer und dem ausgeformten Handlauf mit schneckenförmiger Gestaltung am Anfangspfosten. Einige originale Holztüren sind erhalten. Die hölzerne Veranda im Obergeschoss der westlichen Nordfassade des Hauptgebäudes wurde 1908 mit Stilelementen des Jugendstils über der Mädchenkammer aufgeständert. 1905 wurde westlich des Risalits eine Abortanlage angebaut sowie ein Kellerzugang daneben geschaffen.
- Denkmalbegründung
- Die Braunschweiger Straße in Helmstedt wurde im 18. und 19. Jahrhundert hauptsächlich mit zweigeschossigen Fachwerkhäusern bebaut. Das Grundstück an der Ecke Gartenstraße war bereits seit dem 16. Jahrhundert bebaut, das damalige Gebäude wurde seit 1699 als Gastwirtschaft „Zum goldenen Löwen“ genutzt. Im 18. Jahrhundert wurde es wohl auch als Branntweinbrennerei genutzt. An der Erhaltung der 1828 nach Brand des Vorgängerbaus errichteten Gastwirtschaft mit dem im Osten um 1850 angebauten Nebengebäude besteht aufgrund ihres Zeugnis- und Schauwertes für die Orts-, Siedlungs- und Stadtbaugeschichte Helmstedts ein öffentliches Interesse. Die Nutzung als Gastwirtschaft ist bis 1874 belegt, heute sind in den Gebäuden Wohnungen untergebracht. Aufgrund der städtebaulichen Lage an der historisch prominenten Stelle am Eingang zur Neumark, einer durch Herzog Otto das Kind im 13. Jahrhundert gegründeten Marktsiedlung an der westlichen Stadtgrenze Helmstedts, ist die Erhaltung der Gebäude Braunschweiger Straße 25/25a und Gartenstraße 10 ebenfalls aus städtebaulichen Gründen von öffentlichem Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
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