Stadtbefestigung Bardowicker Wall
Innere Stadtmauer nach Osten ab Hinter der Bardowicker Mauer 12 (2023)
Innere Stadtmauer nach Westen Ecke Reitende- Diener-Straße (2023)
Innere Stadtmauer nach Osten Detail (2023)
Stadtmauer mit Brückenfragment (2023)
- Landkreis
- Lüneburg
- Samtgemeinde
- Lüneburg, Hansestadt
- Gemeinde
- Lüneburg
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Lüneburg
- Adresse
- Hinter der Bardowicker Mauer
- Objekttyp
- Stadtmauer
- Baujahr
- 14.Jh. - 20.Jh.
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 0f5d7311-e082-4f7b-8b27-4d5cc0f3c93f
- System-ID
- #61266092
- ADABweb-ID
- 30654082
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Es handelt sich hier um das älteste Teilstück von ca. 250 Metern Länge der nördlichen Stadtbefestigung des 14./15. Jahrhunderts zwischen Bardowicker Straße und Bastionstraße. Die backsteinsichtige, teilweise ca. 7,5 Meter hohe und 1,5 Meter starke Mauer entlang der Straße Hinter der Bardowicker Mauer ist mehrschichtig und besteht aus zwei Backsteinschalen, die mit Gipsbrocken, Feldsteinen und Ziegelbruch gefüllt wurde. Für das Fundament wurden Findlinge, behauene Granitsteine und Gipsblöcke verwendet. In unregelmäßigen Abständen sind Strebepfeiler vorhanden, die im 18. Jahrhundert zur Sicherung ausbrechender Mauerteile angesetzt wurden. In einigen Abschnitte ist das originale Mauerwerk des 14. Jahrhunderts erhalten, in anderen sind neuzeitliche bis moderne Reparaturen und Ertüchtigungen sichtbar. Eine Vertiefung in der Mauer in Höhe der Burmeister Straße zeugt vom Standort eines Rechteckturmes, der Quellen zufolge, 1414 gestanden haben muss. Unterirdisch existieren in diesem Bereich noch Relikte einer Poterne. Im weiteren westlichen Verlauf in Höhe der Abzweigung Reitende-Diener-Straße befindet sich ein Abschnitt mit einem großen, zweiflügeligen Tor, der auf ein ehemaliges Portal mit drei, durch Formsteine abgesetzte Bögen für einen Fahrweg und zwei Fußwege hinweist. An dieser Stelle wurde ab 1900 die Stadtmauer durchbrochen und ein Tunnel durch den Wall gestoßen, um einen Zugang zum Wallgraben zu schaffen und um eine hölzerne Brücke über diesen zu errichten.
- Denkmalbegründung
- Der Mauerzug in der Straße Hinter der Bardowicker Mauer als Teil der Bardowicker Wallanlage zählt zu den bedeutendsten Relikten der Lüneburger Stadtbefestigung und veranschaulicht die Entwicklung der Stadt. Dieser Abschnitt ist der innere Mauerzug des eigentlichen Festungsbauwerkes, welches aus drei Komponenten besteht: der mittelalterlichen inneren Befestigungsmauer an der südliche Flanke des Walls entlang der Straße Hinter der Bardowicker Mauer, der weitgehend noch erhaltenen frühneuzeitlichen äußeren Befestigungsmauer an der Nordflanke des Walles und der Aufschüttung mit Sand und Steinen des Zwischenraumes beider Mauerzüge, etwa Mitte des 17. Jahrhunderts. Die Gasse vor der Mauer, heute an einigen Abschnitten bebaut, wurde ursprünglich freigehalten, um die Versorgung mit Personal und Material zu gewährleisten. An der Erhaltung der inneren Stadtmauer entlang der Straße Hinter der Bardowicker Mauer besteht aufgrund ihrer geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Orts- Siedlungs- und Stadtgeschichte, als Zeugnis- und Schauwert für die Bau- und Kunstgeschichte sowie Technikgeschichte, wie auch aufgrund ihrer städtebaulichen Bedeutung von prägendem Einfluss auf das Orts- und Straßenbild ein öffentliches Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61261687 | Wallanlage
- Literatur
-
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS
Innere Stadtmauer nach Osten ab Hinter der Bardowicker Mauer 12 (2023)
Innere Stadtmauer nach Westen Ecke Reitende- Diener-Straße (2023)
Innere Stadtmauer nach Osten Detail (2023)
Stadtmauer mit Brückenfragment (2023)

