Hampescher Turm
- Landkreis
- Göttingen
- Samtgemeinde
- Hann. Münden, Stadt
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Münden
- Adresse
- Am Plan
- Objekttyp
- Stadtmauerturm
- Baujahr
- 15. Jahrhundert
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 0e3454ee-9220-4b8e-b5f3-5a9212fed2c2
- System-ID
- #61610373
- ADABweb-ID
- 36487604
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Ursprünglich 26 Meter hoher Turm aus grobem Natursteinmauerwerk über U-förmigem Grundriss. Im unteren Bereich mit kleineren Öffnungen. Erbaut als Teil der Stadtbefestigung Mündens, wohl im 15. Jahrhundert - in den Quellen des 15. und 16. Jahrhunderts als "Neuer Turm" und "Hohler Turm" bezeichnet, heute "Hampescher Turm". Der Hampesche Turm befindet sich auf der Ostseite des mittelalterlichen Stadtkerns. In diesem Bereich verlief die Stadtmauer grob in Nord-Süd-Richtung. Vom Hampeschen Turm aus befanden sich die nächsten Befestigungsanlagen an der Stadtmauer 130 Meter südlich mit dem Fangenturm und 100 Meter nördlich mit dem Welfenschloss Münden. Nach der Niederlegung der Mündener Stadtbefestigung Anfang des 19. Jahrhunderts erfuhr der Turm eine Umnutzung, als ihn in den 1860er Jahren der Landwirt Heinrich Ballauf zur Herstellung von Schrotkugeln im Turmgießverfahren auf 42,50 Meter aufstocken ließ, die Baufuge ist bis heute gut sichtbar. Die Schrotproduktion setzte erst 1871 nach dem Erwerb des Turms durch das ortsansässige Unternehmen Haendler & Natermann ein. Der Turm ist über eine Eingangstür im Erdgeschoss zugänglich. Von der ersten Ebene aus ist über Holzstiegen ein Zugang bis auf das Dach möglich.
- Denkmalbegründung
- Die wahrscheinlich ab dem Jahr 1200 entstandene Stadtbefestigung von Münden bestand aus einer Stadtmauer mit 26 Türmen und Stadttoren, die die heutige Altstadt komplett umfasste. Zwölf Bauwerke und einzelne Partien der Stadtmauer sind bis heute überkommen. Diese hatte eine Länge von rund 1,7 km und eine durchschnittliche Höhe von 4,2 Metern. Im Stadtbuch von 1387 wird die Mauer erstmals schriftlich erwähnt. Von den zahlreichen und auch baulich verschiedenen Türmen (Rundtürme, Schalentürme), sind der Fährenpfortenturm, der Ziegelpfortenturm, der Kronenturm und der Hampesch Turm gut erhalten. Letzterer hat eine hohe städtebauliche Bedeutung im Hinblick auf das Ortsbild von Münden, besitzt aber natürlich auch einen großen geschichtlichen Wert sowohl für die Stadt Münden und ihre Entstehungsgeschichte als auch für allgemeine Fragen der Bau- und Kunstgeschichte und als typischer mittelalterlicher Befestigungsbau. Seine Erhaltung liegt deshalb im öffentlichen Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61768977 | Stadtbefestigung
- Weiterführende Links
- Hampeturm
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

