Gut Meppenburg
- Landkreis
- Osnabrück
- Samtgemeinde
- Bersenbrück
- Gemeinde
- Alfhausen
- Gemarkung
- Heeke
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Heeke
- Adresse
- Meppenburg 65
- Objekttyp
- Gutshof
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 0e0a0627-fec0-43db-ab53-5458db3d0a1d
- System-ID
- #61736283
- ADABweb-ID
- 45823426
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Westlich des alten Burgenstandortes liegt das Gut Meppenburg, mit Hausinsel, Gutshaus als Querdielenhaus von 1859, Gartenflächen und umgebener, vierseitiger Graft.
- Denkmalbegründung
- Nordöstlich des Kirchendorfs Alfhausen liegt die Gemarkung Heeke. Der Siedlungskern befindet sich in etwa mittig in der Bauerschauft und wird von 16 Erbenhöfen gebildet, die an beiden Ufern des Mühlenbaches liegen. Zahlreiche Kötter zwischen den Einzelerben rings um den Dillesch komplettieren diese Siedlungsstruktur. Nordöstlich befand sich wohl im 14. Jahrhundert die landesherrliche Burg Twistel, in deren Zusammenhang als Burgmannensitze die beiden Güter Meppenburg und Twistel gebracht werden, die westlich und östlich des alten Burgstandortes liegen, sowie der Hof Ostenhoff, der östlich und abseits des Dorfes liegt und von dem aus die Meppenburg gegründet worden sein soll. Diese Elemente sind wichtige Bestandteile innerhalb der Siedlungsstruktur und -geschichte von Heeke. Das Gut Meppenburg, im Norden der Bauerschaft gelegen, war ursprünglich der Meierhof zu Heeke, und dem Grafen von Tecklenburg lehnsrechtlich zugeordnet. Mitte des 15. Jahrhunderts gelangte die Anlage in den Besitz der Familie von Meppen. Diese machte das Gut zu ihrem Wohnsitz. Anfang des 17. Jahrhunderts ging es durch Heirat an Heinrich von Schade zu Bruchhausen über. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Meppenburg bei einem Raubzug des Kaiserlichen Obersten von Fleckenstein 1622 geplündert. Das Gut Meppenburg besaß mehrere Realrechte, darunter die Landtagsfähigkeit mit den sich daraus ergebenden Rechten, bis 1703 zudem die Holzgrafschaft über die Heeker Mark, die niedere Koppeljagd im Amt Fürstenau, die Fischerei und die Markengerechtigkeiten. 1859 brannte wohl das alte Ritterhaus ab und wurde durch ein frühes Querdielenhaus in Ziegelbauweise ersetzt, welches sich bis heute erhalten hat. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Gut in Parzellen aufgeteilt und diese ab 1894 veräußert. Der Restbestand mit Querdielenhaus, Garten, Gewässersystem und Teilen der Wiesen wurden in einer baulichen Einheit an eine Familie aus Alfhausen verkauft. Von der ursprünglichen Anlage haben sich aufgrund der Parzellierungen und Veräußerungen seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nur das Haupthaus und die Gräfte als wichtige Bestandteile der ehemaligen Struktur erhalten. Dennoch ist die Gutsanlage in der Gemeinde eine der wenigen, relativ authentisch erhaltenen Zeugnisse der Lebens- und Wohnverhältnisse des niederen Adels. An der Erhaltung der Gutanlage besteht daher aufgrund ihrer geschichtlichen Bedeutung für die Orts- und Siedlungsgeschichte und aufgrund der städtebaulichen Bedeutung der einzelnen Bestandteile auf das räumliche Gefüge der Anlage, ein öffentliches Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

