Kirchhof
- Landkreis
- Leer
- Samtgemeinde
- Leer (Ostfriesland), Stadt
- Adresse
- Kirchstraße 14
- Objekttyp
- Kirchhof
- Denkmalstatus
- Teil einer Gruppe baulicher Anlagen (gemäß § 3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 0d661982-765e-4422-b272-b2620423f1c4
- System-ID
- #61772426
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Kirchhof der evangelisch-reformierten Großen Kirche mit Rasenflächen und teils größerem Baumbestand. Hinter der geschlossenen Bebauung nördlich der Kirchstraße bzw. westlich der Brunnenstraße gelegen, nach Norden und Westen begrenzt durch den Reformierten Kirchgang, der in weitem Bogen die Kirch- und Brunnenstraße verbindet. Nach Süden über eine freie Hausparzelle direkte an die Kirchstraße angebunden, die Zuwegung axial auf die Südfassade der Großen Kirche ausgerichtet und von stammlosen Baumreihen begleitet, unmittelbar an der Kirchstraße Einfriedung durch hohen, schmiedeeisernen Staketenzaun mit Tor zwischen zwei von Leuchten besetzten Pfosten. Der westliche Zugang zum Kirchhof durch die eingeschossigen Backsteinbauten am Reformierten Kirchgang 11 und 15 flankiert. Die befestigten Wege und Flächen vorrangig mit Klinkern gepflastert. Östlich und nördlich der Großen Kirche baumbestandene Rasenflächen, nach Norden zwischen dem Gemeindehaus sowie dem Wohnhaus am Reformierten Kirchgang 1 niedrige Backsteinmauer.
- Denkmalbegründung
- Da die alte Kirche St. Liudger am Westerende baufällig war und ein Sturm 1777 starke Schäden verursachte, sowie aufgrund des Umstandes, dass die St. Liudgerkirche durch die Verlagerung des Ortskernes nach Osten in einer Randlage geraten war, entschied sich die evangelisch-reformierte Gemeinde zum Bau einer neuen Kirche am heutigen Standort in Zentrumsnähe. Das Grundstück, das nordwestlich hinter der geschlossenen Bebauung von Kirch- und Brunnenstraße lag, wurde für 450 Pistolen Gold von einem Lederfabrikanten erworben. Die bis 1864 bestehende Straßenbezeichnung „Auf dem Wüstenwarf“ lässt vermuten, dass es sich hier um einen wüst gefallenen Hausplatz handelte und damit einen ausreichenden Bauplatz bot. Die frei auf dem Kirchhof errichtet Große Kirche wurde nach Süden über eine freie Hausparzelle direkte an die Kirchstraße angebunden und mit der gestalterisch hervorgehobenen Südfassade axial auf diese Zuwegung ausgerichtet, die zur Straße mit einer schmiedeeisernen Zaun- und Toranlage abschließt. Die weitere Erschließung des Kirchhofes erfolgt von Westen, flankiert von dem reformierten Küsterhaus sowie dem Gebäude am Reformierten Kirchgang 15. Das Gemeindehaus am Reformierten Kirchgang 5 wurde in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts als ergänzendes Schulhaus der reformierten Volksschule errichtet und begrenzt den Kirchhof nach Nordwesten. Nach Norden und Osten zeigt sich der Kirchhof als Grünanlage mit baumbestandener Rasenfläche. Der Kirchhof der evangelisch-reformierten Großen Kirche ist als Bestandteil der Gebäudegruppe „Westliche Altstadt“ von geschichtlicher Bedeutung im Rahmen der Orts-, Stadtentwicklungs- und Siedlungsgeschichte. Der begrünte Kirchhof und die Zuwegungen von Süden und Westen sind wesentlich für das Erscheinungsbild der Großen Kirche und prägen zudem das Straßen- und Stadtbild im Umfeld, so dass ein öffentliches Erhaltungsinteresse besteht.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61769045 | Altstadt (Baukomplex)
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

