St. Petrus
- Landkreis
- Leer
- Samtgemeinde
- Leer (Ostfriesland), Stadt
- Gemeinde
- Nüttermoor
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Nüttermoor
- Adresse
- Karkhörn 6
- Objekttyp
- Kirche
- Baujahr
- Erste Hälfte des 13. Jahrhunderts
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung, Wissenschaftliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 0d268ecb-019d-4be4-b445-38bf3a79b73f
- System-ID
- #61540668
- ADABweb-ID
- 35660377
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Die Backsteinkirche St. Peter wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts als Saalkirche mit geradem Chorschluss errichtet. An der Westseite ein geböschter Turm mit Pyramidendach und rundbogigen Schallöffnungen im Obergeschoss, um 1300 errichtet; das Untergeschoss mit Tonnengewölbe. Das Kirchenschiff unter Satteldach wurde nachträglich nach Westen verlängert und mit dem Turm verbunden. Der Kirchenraum wurde zweimal angehoben, so dass an den Längswänden verschiedene Friese (Konsolfries und Deutsches Band) überliefert sind. Die verschiedenen Bauphasen führten auch zu Veränderungen der Fensteröffnungen. An der Südseite drei große Fenster und ein kleines Rundbogenfenster; das östliche Fenster mit Kielbogen (15. Jahrhundert), das den unteren Fries durchschneidet. Nordseite mit drei Rundbogenfenstern. Die letzte Anhebung der Mauerkrone stammt aus den 1950er Jahren, in dem Zusammenhang wurde auch der Eingang an die Ostseite verlegt. Der Ostgiebel wurde im frühen 20. Jahrhundert erneuert; hier Rundbogenportal, flankiert von je zwei Grabplatten. Das Innere mit flacher Balkendecke. Der Abendmahlstisch stammt aus dem 17. Jahrhundert, ebenso der Leuchter (1691). Ostempore mit Orgel von Johann Gottfried Rohlfs, 1815.
- Denkmalbegründung
- Die ev.-ref. St. Petruskirche in Nüttermoor wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet, der Westturm datiert in die Zeit um 1300. Der mittelalterliche Westturm mit seinem gewölbten Untergeschoss stellt eine Besonderheit in der Region dar. In der Regel sind die mittelalterlichen Glockentürme freistehende Bauten auf der Kirchwurt. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts wurden an einige Kirchen hohe Westtürme angebaut (beispielsweise Logabirum und Ditzum). In Nüttermoor wurde das Kirchenschiff nachträglich nach Westen verlängert und so Turm und Schiff miteinander verbunden. Die zahlreichen bis heute am Außenmauerwerk ablesbaren Spuren sind eine wichtige Quelle für die Erforschung der Entwicklung des Kirchenbaus in der Region. Die auf einer hohen Wurt gelegene Kirche prägt als Landmarke die flache Landschaft. An der Erhaltung der Kirche besteht aufgrund ihrer geschichtlichen, künstlerischen, wissenschaftlichen und städtebaulichen Bedeutung wegen ihres landesgeschichtlichen sowie bau- und kunstgeschichtlichen und städtebaulichen Schau- und Zeugniswerts ein öffentliches Interesse.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61540277 | Kirchenanlage (Baukomplex)
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

