Wohnsiedlung Südstadt
Bertha-von-Suttner-Platz von Südwesten (2024)
Südöstliche Randbebauung des Bertha-von-Suttner-Platzes mit Stresemannallee (2024)
Stresemannallee und Bertha-von-Suttner-Platz von Süden (2024)
Nördliche Randbebauung des Bertha-von-Suttner-Platzes (2024)
Südliche Randbebauung des Bertha-von-Suttner-Platzes mit Stresemannallee von Norden (2024)
Bertha-von-Suttner-Platz von Süden (2024)
Südöstliche Randbebauung des Bertha-von-Suttner-Platzes von Süden (2024)
- Landkreis
- Region Hannover
- Samtgemeinde
- Hannover, Landeshauptstadt
- Gemeinde
- Hannover
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Südstadt
- Objekttyp
- Wohnsiedlung (Baukomplex)
- Personen
- Elkart, Karl (Architekt (m/w/d))
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 091ca478-10eb-41fa-9250-4aac99c0bb12
- System-ID
- #61261315
- ADABweb-ID
- 30591172
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Denkmalthema
- Suedstadt_Plaetze Architektengeneration 1880
- Beschreibung
- Zusammenhängender und vom Stadtbaurat Karl Elkart ab 1926 einheitlich geplanter Siedlungsbereich mit vier- bis fünfgeschossiger Blockrandbebauung mit Klinkerverblendung und Satteldächern zwischen dem Bertha-von-Suttner-Platz und dem Altenbekener Damm, der sich sowohl durch die Bebauungsplanung als auch das einheitliche Material trotz der Entwürfe diverser Architekten zu einem einheitlichen Ganzen zusammenschließt. Zwei siebengeschossige Bauten mit Flachdach, die sorgfältig in die umgebende Bebauung eingebunden sind, stellen am Bertha-von-Suttner-Platz eine Torsituation zur zentralen Achse der Stresemannallee her. Die Blockinnenbereiche sind weitgehend von Bebauung freigehalten und begrünt, ebenso der als Stadtplatz gestaltete und bepflanzte dreieckige Bertha-von-Suttner-Platz. Auch die Straßenzüge mit ihren von niedrigen Mauern eingefriedeten Vorgärten und der die Stresemannallee prägenden Platanenallee betonen den einheitlichen Charakter des Wohnviertels. Abwechslung in die meist horizontal gegliederten Klinkerfassaden bringen Zierverbände, flache Risalite, expressionistische, mehrere Geschosse übergreifende Dreieckserker und vertikale Fensterbänder, spitzbogige Elemente, Terrakottafiguren und gelegentlich auch Werksteineinfassungen an Fenstern und Türen. Im südlichen Bereich der Siedlungsbebauung entstand 1929-31 zwischen Heinrich-Heine-Straße und Altenbekener Damm ein von Baumreihen und Rasenflächen gerahmter Schulkomplex mit Turnhalle.
- Denkmalbegründung
- Die Wohnsiedlung Südstadt wurde zwischen 1928 und 1931 für verschiedene Siedlungsgenossenschaften beidseits der Stresemannallee zwischen dem Bertha-von-Suttner-Platz im Norden und dem Altenbekener Damm im Süden erbaut. Die unter der Leitung des Stadtbaurats Karl Elkart ausgeführte Bebauung der Südstadt stellt den größten zusammenhängenden Komplex qualitätvollen Wohnungsbaus der Zwanziger und frühen dreißiger Jahre in Hannover dar. Auf der Grundlage eines Bebauungsplans der 1890er Jahre, der die Hauptachsen, die Platzanlagen und das Straßenraster vorgab, führte Elkart die Planungen fort. Neben der städtebaulichen Geschlossenheit zeichnet die Wohnsiedlung sowohl eine homogene architektonische und gärtnerische Gesamtgestaltung als auch eine Rhythmisierung der funktionalistischen Fassaden mit expressionistischen Gestaltelementen aus. Als eine der qualitätvollsten und am besten erhaltenen Siedlungen der zwanziger Jahre im Stadtgebiet von Hannover ist sie von großer Bedeutung für die Siedlungs- und Stadtbaugeschichte und zugleich durch die einheitliche Planung von Wohnungen auf der Grundlage von Mustergrundrissen beispielhaft für die Sozialgeschichte der Stadt. Mit der teilweise anspruchsvollen Gestaltung der Einzelbauten innerhalb des einheitlichen Gesamtkonzepts ist sie zudem bedeutsam für die Bau- und Kunstgeschichte. Auch als Werk überregional bekannter Architekten wie Karl Elkart, Stille und Herlitzius sowie Jürgens und Mencke liegt ihre Erhaltung im öffentlichen Interesse. Aufgrund ihrer orts-, platz- und straßenbildprägenden Wirkung ist sie zudem von städtebaulicher Bedeutung.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS
Bertha-von-Suttner-Platz von Südwesten (2024)
Südöstliche Randbebauung des Bertha-von-Suttner-Platzes mit Stresemannallee (2024)
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Nördliche Randbebauung des Bertha-von-Suttner-Platzes (2024)
Südliche Randbebauung des Bertha-von-Suttner-Platzes mit Stresemannallee von Norden (2024)
Bertha-von-Suttner-Platz von Süden (2024)
Südöstliche Randbebauung des Bertha-von-Suttner-Platzes von Süden (2024)

