Trauerhalle, jüdischer Friedhof Braunschweig, Helmstedter Straße
- Landkreis
- Stadt Braunschweig (kreisfrei)
- Samtgemeinde
- Braunschweig, Stadt
- Gemeinde
- Altewiek
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Braunschweig
- Adresse
- Helmstedter Straße 40
- Objekttyp
- Trauerhalle
- Baujahr
- 1912 - 1914
- Personen
- Lübke, Georg (Architekt (m/w/d))
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 06fbe20a-df1c-4153-b1be-ab2048de84e3
- System-ID
- #61579430
- ADABweb-ID
- 36007034
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Denkmalthema
- Juedische-Friedhoefe
- Beschreibung
- Trauerhalle mit Tahararäumen, 1914 eingeweiht, Architekt: Georg Lübke. Massiver Kreuzkuppelbau mit vier gedrungenen Ecktürmen und halbkreisförmigem Anbau im Osten, aus einfachen stereometrischen Baukörpern zusammengefügt, Bossenmauerwerk, flache Kuppel über niedrigem, durchfensterten Tambour. Dachflächen mit Kupferdeckung. Im Innern Ausmalung. An der Nordseite Tafel zum Gedenken an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Braunschweiger Juden von Philipp Erlanger in Kopie.
- Denkmalbegründung
- An der 1914 eingeweihten Trauerhalle des jüdischen Friedhofs an der Helmstedter Straße besteht aus geschichtlichen und künstlerischen Gründen ein öffentliches Erhaltungsinteresse: Das äußerlich weitgehend im bauzeitlichen Zustand erhaltene Bauwerk vertritt, wie nur wenige andere in Niedersachsen, den Bautyp „jüdische Trauerhalle“. Es ist, wie der gesamte Friedhof, ein Zeugnis der jüdischen Geschichte und insbesondere der jüdischen Bestattungskultur aus der Zeit unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg, als jüdische Gemeinschaften vielerorts architekturgeschichtlich bedeutende, repräsentative Bauwerke errichten konnten. Stilistisch steht die Trauerhalle für die Entwicklung hin zu einem monumental abstrahierenden, historische Vorbilder nur entfernt adaptierenden Baustil, der die frühmoderne Suche nach einem genuin jüdischen Stil prägte (vgl. zum Beispiel die Synagoge in der Fasanenstraße, Berlin, 1912, oder die Synagoge in Essen, 1913), aber auch allgemein eine Abkehr vom Historismus einleitete. Gebaut nach einem Entwurf des Braunschweiger Architekten und Hochschullehrers Georg Lübke (1859–1924), ist die Trauerhalle zudem ein wichtiges Werk im Œuvre eines lokal und regional bedeutenden Architekten.
- Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
- 61579179 | Friedhof
- Literatur
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro

