Dreyerstraßenbrücke
- Landkreis
- Region Hannover
- Samtgemeinde
- Hannover, Landeshauptstadt
- Gemeinde
- Hannover
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Calenberger Neustadt
- Adresse
- Dreyerstraße
- Objekttyp
- Brücke (Bauwerk)
- Baujahr
- 1909 - 1910
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 06ed07a8-d452-4073-ba1e-abbe01efe0a4
- System-ID
- #61285072
- ADABweb-ID
- 30760038
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Eisenbewehrte Sichtbetonbrücke mit Betonpfahlgründung, deren Geländer in die Tragkonstruktion integriert ist. 3,5 Meter breit und 20,5 Meter lang. 1909 nach Entwurf des beim hannoverschen Stadtbauamt tätigen Ingenieurs Carl Mügge erbaut, nach Prüfung durch die Cementbau Actiengesellschaft Hannover noch einmal komplett zurückgebaut und in verstärkter, aber baugleicher Form 1910 erneuert. Zur Prüfung der überarbeiteten Entwürfe für den Wiederaufbau wurde der renommierte Tragwerksingenieur und Professor für Statik und Stahlbau an der Technischen Hochschule Hannover, Carl Barkhausen, als Gutachter eingeschaltet. In der 1910 errichteten Form und Konstruktion hat die Brücke bis heute Bestand. Die Brücke geht zurück auf eine Initiative des Fabrikanten Georg Dreyer (1847-1903), der an der Leine eine Schönfärberei betrieb und bereits nach Anlage der nach ihm benannten Dreyerstraße 1881 den Bau einer Brücke forderte. Nach der Einrichtung einer von Dreyer finanzierten Drahtseilfähre 1889 und einer ersten hölzernen Sprengwerkbrücke 1891 konnte die massive Dreyerstraßenbrücke erst nach Dreyers Tod 1910 fertiggestellt werden.
- Denkmalbegründung
- Für Hannover ist die Dreyerstraßenbrücke eine der frühesten Konstruktionen dieser Art und von den ab 1911 (und somit zwei Jahre nach der Fertigstellung der Dreyerstraßenbrücke) im Zusammenhang mit dem Bau des Mittellandkanals in ähnlicher Form gestalteten Brücken als weitgespannte Betonbogenbrücken (Spannhagenstraße, Hebbelstraße, Eulenkamp, am Lister Damm, am Listholze, am Groß Buchholzer Kirchweg und an der Pasteurallee) ist nach der Sanierung des Kanals zwischen 1997 und 1998 keine erhalten, sodass der Dreyerstraßenbrücke heute auch deswegen eine besondere Bedeutung zukommt. Eng verbunden ist ihre Geschichte mit dem in der Calenberger Neustadt ab 1874 Betrieb von Georg Dreyer, nach dem sowohl die anliegende Straße als auch die Brücke selbst, deren Bau ganz maßgeblich von Dreyer gefordert und gefördert wurde, sodass hier auch eine personengeschichtliche Bedeutung vorliegt. An der Erhaltung des frühen Vertreters des bewehrten Betonbrückenbaus in Hannover besteht zudem aus orts-, bau- und technikgeschichtlichen Gründen und in städtebaulicher Hinsicht wegen des ortsbildprägenden Zeugniswerts ein öffentliches Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
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