Rittergut Rimmerode
- Landkreis
- Northeim
- Samtgemeinde
- Einbeck, Stadt
- Gemeinde
- Bentierode
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Rimmerode
- Objekttyp
- Gutshof
- Denkmalstatus
- Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 047e159c-7ad1-45d9-a989-439dc51a6594
- System-ID
- #61403799
- ADABweb-ID
- 33540312
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Fachwerkbaugruppe mit Wohn- und Wirtschaftsbauten des 18., 19. und 20. Jahrhunderts, angeordnet als offener Vierseithof mit abseits gelegenem Landarbeiterhaus.
- Denkmalbegründung
- Südlich von Bad Gandersheim, zwischen Oyershäuser Berg und Kühler liegt das Rittergut Rimmerode, dessen Anfänge in das 16. Jahrhundert zurückreichen. Der Weiler Rimmerode, dessen Grundherr das Stift Gandersheim war, wird 1007 erstmals urkundlich erwähnt. Im 16. Jahrhundert war die Feldflur auf drei Meierhöfe aufgeteilt, von denen Martin Probst (gest. 1612), Grenzsekretär des Herzogs Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel und Inhaber eines Gandersheimer Kanonikats, 1583 den sog. Abteihof und einen weiteren Hof erwerben konnte. Sein Sohn, der Stiftskanoniker Georg Wilhelm Probst, kaufte 1628 den wüstgefallenen dritten Meierhof hinzu. 1693 wurde Rimmerode in die Rittermatrikel aufgenommen, es war bis 1707 im Besitz der Familie Probst. Unter dem folgenden Besitzer, der das Gut verkaufen wollte, wurde 1768 eine Flurkarte angelegt, die auch die Gutsgebäude verzeichnet. Während das Landarbeiterhaus außerhalb der eigentlichen Gutsanlage hier bereits kartiert ist, dürfte das heutige Herrenhaus erst nach der Versteigerung des Guts 1783, wohl gegen 1800, errichtet worden sein. Die Wirtschaftsbauten im Süden und Norden der vierseitigen Hofanlage stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, der Speicherbau im Westen, 1935 im Heimatstil erbaut, ersetzt einen Vorgängerbau. An der Erhaltung der Gutsanlage besteht wegen ihrer geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte und aufgrund des Zeugnis- und Schauwertes für Bau- und Kunstgeschichte und für Sozialgeschichte sowie durch beispielhafte Stilausprägung und wegen ihrer städtebaulichen Bedeutung als Anlage von prägendem Einfluss auf das Ortsbild ein öffentliches Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
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