Hof Hömke
Wohn-/Wirtschaftsgebäude_Nordwestgiebel, von West nach Ost (2015)
Wohn-/Wirtschaftsgebäude_Nordöstliche Traufseite, von Nordost nach Südwest (2015)
Wohn-/Wirtschaftsgebäude_Nordwestgiebel und nordöstliche Traufseite, von Nord nach Süd (2005)
Wohn-/Wirtschaftsgebäude_Nordwestgiebel und nordöstliche Traufseite, von Nordost nach Südwest (1976)
Wohn-/Wirtschaftsgebäude_Südostgiebel und südwestliche Traufseite, von Süd nach Nord (1976)
- Landkreis
- Osnabrück
- Samtgemeinde
- Fürstenau
- Gemeinde
- Bippen
- Gemarkung
- Hartlage
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Hartlage
- Adresse
- Luller Straße 26
- Objekttyp
- Wohn-/Wirtschaftsgebäude
- Baujahr
- 1871
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Wissenschaftliche Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 03a9ad17-7a4b-4fc3-ae32-08244e31bd6b
- System-ID
- #61736088
- ADABweb-ID
- 45793522
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Der abseits des Weges gelegene Zweiständerbau, mit Kammerfach mit Aufsprung, Fachwerkbauweise mit Ziegelausmauerung, teils mit Lehmstakung ausgeführt, Satteldach. Wirtschaftsgiebel dreimal vorkragend, teils über profilierten Knaggen, mit Dielentor, Giebeldreieck oben mit Rautenmuster verbrettert. Wohngiebel einmal flach vorspringend. Errichtet 1871 (i), Kerngerüst teils älter.
- Denkmalbegründung
- Die Bauerschaft Hartlage liegt am Nordwestrand der Ankumer Berge. Topographisch wird Hartlage vom Bramberg im Osten, der Niederung des Luller Mühlenbaches im Südwesten und einigen Grün- und Ackerflächen mit Anteil am Waldgebiet des Buddenbergs dominiert. Im Nordwesten und Südosten wird die Gemarkung von den Hauptstraßen und im Südosten von der Bahnlinie durchschnitten. Ausgangspunkt der Besiedlung bildet eine Gruppe von Vollerben in der Mulde vor dem Bramberg und der Niederung, an die südlich eine relativ geschlossene Köttersiedlung anschloss. Nordöstlich dieser Kernsiedlung liegen weitere Voll- und Halberbenhöfe mit zugehörigen Markkötern in Einzellage. Das Wohn-/Wirtschaftsgebäude zu Hof Hömke liegt abseits des Siedlungskerns, im Süden der Gemarkung, und wurde 1871 unter Einbeziehung von älteren Gefügeteilen neu errichtet. Es gehört somit nicht zur ursprünglichen Siedlungsstruktur, sondern zeigt eine Entwicklung innerhalb der Siedlungsgeschichte seit 1850, in der die meisten Hofanlagen völlig verändert oder neu errichtet wurden. Demnach ist auch das Wohn-/Wirtschaftsgebäude ein wichtiger Bestandteil in der Siedlungsstruktur und der Siedlungsgeschichte. Baukonstruktiv wurde bei der Errichtung des Gebäudes an die regional typische Konstruktion eines Zweiständerbaus angeknüpft. Diese Konstruktion tritt am häufigsten bei den Haupt- und Heuerhäusern in Hartlage in der Zeit um 1800 auf. Bauhistorisch geht das Kammerfach mit Aufsprung auch in diese Zeit zurück. Das ist ein Versprung in der Balkenlage, in der Decke zwischen Flett und Kammerfach - in Verbindung mit dem Bedürfnis der Schaffung eines Kornbodens über den Wohnräumen des Kammerfachs ab 1730er Jahre entstanden. Diese Konstruktion findet sich bei ländlichen Gebäuden in der zweiten Hälfte des 18. und ersten Hälfte des 19. Jahrhundert häufig. Besonders bei dem Wohn-/Wirtschaftsgebäude ist der nahezu ungestörte Überlieferungszustand von Bau-, Wand- und Raumgefüge aus der Erbauungszeit. In der Ausprägung der Bauaufgabe und -form beispielhaft, besteht an der Erhaltung des Wohn-/Wirtschaftsgebäudes daher aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung für die Siedlungs- und Wirtschaftsgeschichte sowie aufgrund seiner wissenschaftlichen Bedeutung wegen seines nahezu ungestörten Überlieferungszustandes ein öffentliches Interesse.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
- NFIS|Denkmalatlas.Pro
Wohn-/Wirtschaftsgebäude_Nordwestgiebel, von West nach Ost (2015)
Wohn-/Wirtschaftsgebäude_Nordöstliche Traufseite, von Nordost nach Südwest (2015)
Wohn-/Wirtschaftsgebäude_Nordwestgiebel und nordöstliche Traufseite, von Nord nach Süd (2005)
Wohn-/Wirtschaftsgebäude_Nordwestgiebel und nordöstliche Traufseite, von Nordost nach Südwest (1976)
Wohn-/Wirtschaftsgebäude_Südostgiebel und südwestliche Traufseite, von Süd nach Nord (1976)

