Kirche
- Landkreis
- Wolfenbüttel
- Samtgemeinde
- Oderwald
- Gemeinde
- Börßum
- Gemarkung
- Achim
- Orts-/Stadtteil/Lage
- Achim
- Adresse
- Kirchstraße
- Objekttyp
- Kirche
- Baujahr
- 12.Jh. - 18.Jh.
- Denkmalstatus
- Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
- Bedeutung
- Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung
- Im Denkmalverzeichnis
- Ja
- Objekt-ID
- 02705d58-6e72-40f5-b52d-61f3f42ad62d
- System-ID
- #61432892
- ADABweb-ID
- 34079893
- Fachbereich
- Baudenkmalpflege
- Beschreibung
- Rechteckiger Saalbau mit Erweiterung nach Norden unter Walmdach in Hohlziegeldeckung und quadratischer Turm unter beschieferter Haube mit achtseitiger Laterne, freistehend auf dem Kirchhof. Geschlämmtes Bruchsteinmauerwerk mit je vier hohen und einem schmalen Rundbogenfenster in den Seitenwänden und einem rundbogigen mittigen Eingang in der Ostwand, Turm mit romanischen Schallöffnungen mit Teilungspfeiler im Norden und Süden und einfachen Rundbogenöffnungen im Osten und Westen, letztere mit Reparaturdatum 1687(i). Turmhalle tonnengewölbt, Schiff flachgedeckt, im Osten fünfachsige Altarwand im Rundbogenstil mit Epitaph Friedrichs von Steinberg (gest. 1716) am ehemaligen Platz der Kanzel, im Westen ebenfalls fünfachsige Empore. Seit der Umgestaltung 1983 ist die Kirche liturgisch genordet.
- Denkmalbegründung
- Die Kirche im Zentrum des historischen Ortskerns von Achim geht im Kern auf einen mittelalterlichen Bau zurück, der dem in der Region weit verbreiteten Dorfkirchentyp mit rechteckigem Schiff und eingezogenem Westturm angehörte. Auf eine Osterweiterung in der Spätgotik weist der Sturz eines doppelbogigen Fensters in der südlichen Hälfte der Ostwand hin. Einen Umbau um 1506 bezeugte ein verlorener Stein mit dieser Jahreszahl über dem Kirchportal. Die Initiative zum Umbau ergriff der Patronatsherr Friedrich von Steinberg (1651-1716), der 1701 das Gut Achim übernommen und ein neues Herrenhaus vermutlich von Hermann Korb hatte erbauen lassen. Zu seinen Lebzeiten wurde die nördliche Außenwand der Kirche um etwa 4,50 m hinausgerückt und auf der Mittelachse des so vergrößerten Raumes eine Gruft angelegt. Seine Witwe Gertrud Luise von Steinberg vervollständigte den Umbau durch Stiftung einer Innenausstattung. Der Raumeindruck wird heute durch die 1841 eingebrochenen großen Fenster geprägt und durch die von Kammerbaumeister Franz Kruse entworfenen Ausstattungselemente im Rundbogenstil. An der Erhaltung der Kirche besteht ein öffentliches Interesse wegen ihrer geschichtlichen Bedeutung im Rahmen von Ortsgeschichte, aufgrund des Zeugnis- und Schauwertes für Bau- und Kunstgeschichte und für Siedlungs- und Stadtbaugeschichte, wegen ihrer künstlerischen Bedeutung als Erlebniswert für regional nicht alltägliche künstlerische Gestaltwerte und wegen ihrer städtebaulichen Bedeutung als Bauwerk von prägendem Einfluss auf das Ortsbild.
- Lizenz
- CC BY-SA 4.0
- NFIS
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