Wösteneschmühle zu Gut Eggermühlen

Datenblatt

Landkreis
Osnabrück
Samtgemeinde
Bersenbrück
Gemeinde
Eggermühlen
Gemarkung
Basum
Orts-/Stadtteil/Lage
Basum-Sussum
Adresse
Bestener Straße 1
Objekttyp
Mühlengehöft
Denkmalstatus
Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
Bedeutung
Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
Im Denkmalverzeichnis
Ja
Objekt-ID
fa59d61f-6475-4c69-8c41-bfa8322d0217
System-ID
#61677043
ADABweb-ID
38142190
Fachbereich
Baudenkmalpflege
Beschreibung
Im Süden der Gemarkung gelegener Mühlenhof, bestehend aus der Wassermühle, dem Wohn-/Wirtschaftsgebäude des Müllerhauses, dem Mühlenteich und dem Mühlenwehr, ursprünglich errichtet um 1750. Wohl 1842 das Mühlengebäude instandgesetzt. 1852 (i) der Mühlenkomplex mit dem Wohn-/Wirtschaftsgebäude erweitert.
Denkmalbegründung
Die Bauerschaften Basum und Sussum sind Siedlungen mittelalterlichen Ausbaus und wurden 1823 vereinigt. Sie liegen am Nordrand der Ankumer Berge und am Ufer der Egger. Inmitten der Gemarkung liegt das Gut Eggermühlen, welches wohl im 16. Jahrhundert aus einem Bauernerbe entstand. Unmittelbar mittig verläuft auch die Egger und tangiert das Gut im südlichen Bereich. Westlich und am Übergang zwischen Basum-Sussum und Besten liegt der Baukomplex der Wösteneschmühle. Der Mühlenstandort wurde wohl 1594/95 zunächst an die Familie von Wengen verkauft und anschließend an die Familie von Boeselager, was die Verbundenheit mit dem Gut Eggermühlen begründete. Sie ist eine von drei Wassermühlen, die am Eggermühlenbach aufgrund des Gefälles des fließenden Gewässers betrieben werden konnte. Die ehemalige Sägemühle ist, wie der gesamte Baubestand in der Gemarkung, der in jüngerer Zeit verändert oder ersetzt wurde, in ihrer Substanz verändert worden. Dennoch ist die Anlage die einzige der drei Mühlen, die überkommen ist und für einen Mühlenkomplex typisch. Mit Mühlengebäude, oberschlächtigem Wasserrad, Mühlenwehr und Mühlenteich sind für die Funktion wesentliche Elemente in ihrem Erscheinungsbild gut erhalten, was die Bedeutung für die Wirtschaftsgeschichte belegt. Als Anwesen von sogenannten Heuerleuten kommt dem Baukomplex auch eine sozialgeschichtliche Bedeutung zu, denn die Heuerleute bekamen gegen Abgaben und Arbeitsleistung für einen wohlhabenden Bauern neben einem Wohnsitz auch ein Stück Land zur Bewirtschaftung zur Verfügung gestellt - in diesem Fall mit der Möglichkeit zur mühlentechnischen Nutzung. Das Heuerlingswesen entwickelte sich im 17. Jahrhundert und fand nach dem Zweiten Weltkrieg - in den 1960er Jahren - sein Ende. An der Erhaltung des Mühlenkomplexes in seiner Gesamtheit besteht daher aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung für die Siedlungs-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und aufgrund der städtebaulichen Bedeutung der einzelnen Bestandteile auf das räumliche Gefüge der Anlage, ein öffentliches Interesse.
Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
61679365 | Heuerhaus | Bestener Straße 1
61679366 | Wehr (Stauanlage) | Bestener Straße 1
61735536 | Teich | Bestener Straße 1
61679364 | Wassermühle | Bestener Straße 1
Lizenz
CC BY-SA 4.0
NFIS
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