Kunsthalle Wilhelmshaven

Datenblatt

Landkreis
Stadt Wilhelmshaven (kreisfrei)
Samtgemeinde
Wilhelmshaven, Stadt
Gemeinde
Rüstringen
Orts-/Stadtteil/Lage
Innenstadt
Adresse
Adalbertstraße 28
Objekttyp
Museum
Baujahr
1967 - 1968
Denkmalstatus
Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
Bedeutung
Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung
Im Denkmalverzeichnis
Ja
Objekt-ID
f0f74113-9278-48dd-a7a5-ae8fca98eb92
System-ID
#61631720
ADABweb-ID
37071372
Fachbereich
Baudenkmalpflege
Denkmalthema
Braunschweiger-Schule
Beschreibung
Mehrflügeliger, eingeschossiger Ziegelbau, u-förmig angeordnete langgestreckte Flügel unter Flachdach. An der Adalbertstraße außermittig zurückgesetzer und verglaster Eingang. Der rechts davon liegende Fassadenabschnitt wird vollständig von einem Betonrelief (18 x 3 m) eingenommen. In den u-förmigen Grundriss eingestellte, höher ausgebildete Ausstellungshalle mit verglasten Sheddachreihen. Innenhof als Gartenhof gestaltet. 1967/68 nach Entwurf von Frank Sommerfeld und Günter Harms errichtet, Relief von Siegfried Pagel.
Denkmalbegründung
Die jetzige Kunsthalle ist bereits die dritte in Wilhelmshaven: die erste wurde 1913 an der Ecker Gökerstraße/Viktoriastraße errichtet, nach der Kriegszerstörung war sie in einem Behelfsbau am Gorch-Fock-Platz untergebracht. Erst 1968 wurde ein moderner Neubau an der Westseite der Adalbertstraße, nach dem Entwurf von Frank Sommerfeld und Günter Harms errichtet. Der Bau orientiert sich an der Nationalgalerie in Berlin von Mies van der Rohe und auch an der Kunsthalle in Hameln, 1958 von Dieter Oesterlen entworfen. Dieter Osterlen, ein Vertreter der Braunschweiger Schule, war Lehrer der Architekten Frank Sommerfeld und Günter Harms. Ungwöhnlich ist, dass der Leiter der Kunsthalle, der Maler Siegfried Pagel, durch die Gestaltung der Fassade mit dem Relief aktiv am Bau beteiligt war. Die Kunsthalle gehört zu den ersten postmodernen Bauten in Wilhelmshaven, nachdem der traditionelle Wiederaufbau der Stadt nach den Kriegszerstörungen weitgehend abgeschlossen war. Besonders deutlich wird dieser Wandel an dem gewählten Standort Adalbertstraße, die ab 1870 mit repräsentativen spätklassizistischen Bauten angelegt wurde. An der Erhaltung der Kunsthalle besteht aufgrund ihrer geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Bedeutung wegen ihres orts- und straßenbildprägenden Schau- und Zeugniswerts sowie dem künstlerischen Erlebniswert als Vertreter ein überregional bedeutenden Architekturschule ein öffentliches Interesse.
Literatur
PPN: 1044035994 | Seitenangabe:
Lizenz
CC BY-SA 4.0
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