Verwaltungsgebäude der Continental-Gummiwerke AG

Datenblatt

Landkreis
Region Hannover
Samtgemeinde
Hannover, Landeshauptstadt
Gemeinde
Hannover
Orts-/Stadtteil/Lage
Mitte
Objekttyp
Verwaltungsgebäude
Denkmalstatus
Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
Bedeutung
Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Wissenschaftliche Bedeutung
Im Denkmalverzeichnis
Ja
Objekt-ID
d8f58cfe-6580-4869-aa89-352f9e18d4cb
System-ID
#61739264
ADABweb-ID
46440195
Fachbereich
Baudenkmalpflege
Beschreibung
Gebäudekomplex der ehemamigen Continental AG, heute sogenannter "Conti-Campus" der Leibniz Universität Hannover, der dominiert wird vom Conti-Hochhaus und umgeben ist von mehreren denkmalwerten Freiflächen.
Denkmalbegründung
Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Continental-Gummiwerke, seit 1995 Universitätsgebäude der Leibnitz-Universität Hannover, wurde 1952-1953 anstelle der kriegszerstörten Garde-du-Corps-Kaserne von 1771 erbaut. Nach Wettbewerbsentwürfen von Ernst Zinsser und Werner Dierschke entstand eine spannungsvolle Komposition aus lagernden und aufrechten Kuben am Königsworther Platz auf Grundlage eines städtebaulichen Konzepts von Konstanty Gutschow, das mit dem Bau die neue „Stadteinfahrt“ vom Bremer Damm betonen sollte. Das zurückgesetzte 15-geschossige Hochhaus, das zur Erbauungszeit das höchste Gebäude Deutschlands war, korrespondiert über einen fünfgeschossigen Verbindungsbau mit dem nahezu parallel vorgesetzten sechsgeschossigen Direktionstrakt, den eine geschwungene Eingangsüberdachung akzentuiert. Hofseitig befindet sich eine freistehende, langgestreckte Stahlkonstrukltion mit Pult- Überdachung. Als Höhendominante und Symbol des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg ist das Hochhaus der Continental-Gummiwerke ein wichtiges Zeugnis für den Wiederaufbau- und Erneuerungswillen nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs. Dabei steht das Gebäude, das mit dem Laves-Preis der Stadt Hannover für modernes Bauen ausgezeichnet wurde, in seiner strengen, kubischen Formensprache und der transparenten Gestaltung für das bewusste Anknüpfen an die Traditionen des Neuen Bauens während der Weimarer Republik und den zeitgenössischen International Style, der insbesondere durch Exilarchitekten und Vorbilder aus Amerika geprägt wurde.Die Erhaltung des Conti-Hochhauses liegt aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung wegen seines Zeugniswertes für die Ortsgeschichte von Hannover, für die Landesgeschichte Niedersachsens, für die Bau- und Wirtschaftsgeschichte, wegen des Schauwertes für die Baugeschichte der Nachkriegsarchitektur in Deutschland und als wichtiges Werk des renommierten Hannoveraner Architekten Ernst Zinsser und des damaligen Leiters des städtischen Hochbauamts Hannover Werner Dierschke im öffentlichen Interesse. Zudem besitzt es künstlerische Bedeutung als Erlebniswert für nicht alltägliche architektonische Werte mit bedeutender Innenraumgestaltung, wissenschaftliche Bedeutung mit Seltenheitswert sowie aufgrund seiner prägenden Wirkung als Höhendominante für das Orts- und Straßenbild innerhalb des räumlichen Gefüges eines Platzes städtebauliche Bedeutung.
Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
61279903 | Verwaltungsgebäude | Königsworther Platz 1
Literatur
PPN: 601553403 | Seitenangabe: 118
Lizenz
CC BY-SA 4.0
NFIS
NFIS|Denkmalatlas.Pro

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