Dorfkirche

Datenblatt

Landkreis
Göttingen
Samtgemeinde
Staufenberg
Gemeinde
Escherode
Orts-/Stadtteil/Lage
Escherode
Adresse
Kirchweg
Objekttyp
Kirche
Baujahr
1425
Denkmalstatus
Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
Bedeutung
Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
Im Denkmalverzeichnis
Ja
Objekt-ID
b49f6766-ab8d-4f1c-8d45-e4734bd92cc7
System-ID
#61530229
ADABweb-ID
35287235
Fachbereich
Baudenkmalpflege
Beschreibung
Verputzte Saalkirche unter Satteldach mit Chorturm im Osten. Eckquaderungen und unverputzte Strebepfeiler aus Sandstein mit schlichtem Kaffgesims gliedern die Längsfassaden (nachträglich hinzugefügt). Eingezogener Chorturm, verschieferte Fachwerkkonstruktion, zweifach vorkragende Geschosse. Bekrönt mit quadratischem Glockenhelm und geschlossener Laterne. Westfassadengiebel fachwerksichtig, zweifach vorkragend. Im Inneren Tonnengewölbe, rippengewölbter Chor mit Blattmaske als Schlussstein. Fragmentarische Wandmalereien (Fresken) des 14./15. Jahrhunderts. Zu den Ausstattungsgegenständen gehört ein zweigeschossiges Barockretabel mit Schnitzwerk des Meisters Böhrmann aus Münden (1686), die zugehörigen Altarbilder zeigen mittig gereiht Szenen aus dem Leben Jesu von Joh. D. Sarrazin zur Blume (1694): Kreuzigung, Anbetung der Hirten, Auferstehung. Im oberen Feld Christi Himmelfahrt, in der Predella das heilige Abendmahl. Desweiteren Kanzel (um 1720) und Taufstein aus zwei Blöcken, Kuppa zwischen 1686 und um 1694; Neuergänzung des Sockels 1970.
Denkmalbegründung
Das Ortszentrum von Escherode beherrschend, befindet sich mittig auf der in Höhenlage inmitten eines von einer Bruchsteinmauer umfriedeten, ringförmigen Areals das ev.-luth. Kirchenbauwerk. Für das Jahr 1425 ist die älteste schrifltiche Nachricht über einen Sakralbau in Escherode überliefert, somit verfügt er als das älteste überlieferte Bauwerk im Ort über orts- und siedlungsgeschichtlichen Zeugniswert. Mehrfache Überformung, im Laufe des 18. Jhahrhunderts barockisierte man den Bau, eine inschriflitch Datierung über dem Nordportal (1720) belegt dies. Im Kern weist der Chorturm bauliche Substanz des 15. Jahrhunderts auf. Die Ausstattung ist qualitätvoll und die teilweise freigelegte, fragmentarisch überkommene Wandmalerei im Chorraum hat künstlerische Bedeutung. An der Erhaltung der Pfarrkirche Escherode besteht sowohl aufgrund ihrer orts- und siedlungsgeschichtlichen Bedeutung, wegen ihrer bau- und kunstgeschichtlichen und künstlerischen Bedeutung und aufgrund des prägenden Einflusses auf das Orts- und Anlagenbild auch in städtebaulicher Hinsicht ein öffentliches Interesse.
Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
61530232 | Kirchhof | Staufenberg - Escherode
Literatur
PPN: 030933706 | Seitenangabe: S. 453-454
Lizenz
CC BY-SA 4.0
NFIS
NFIS|Denkmalatlas.Pro

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