St. Urbanus

Datenblatt

Landkreis
Cuxhaven
Samtgemeinde
Wurster Nordseeküste
Gemeinde
Dorum
Orts-/Stadtteil/Lage
Dorum
Adresse
Am Marktplatz
Objekttyp
Kirche
Baujahr
um 1220 - 1751
Denkmalstatus
Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
Bedeutung
Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
Im Denkmalverzeichnis
Ja
Objekt-ID
470945d9-01da-4ec0-992e-8330597a1f1d
System-ID
#61365419
ADABweb-ID
31266541
Fachbereich
Baudenkmalpflege
Beschreibung
Saalkirche aus lagerhaftem Feldsteinmauerwerk unter ziegelgedecktem Satteldach, erbaut Anfang des 13. Jahrhunderts. An der Nordseite des Schiffes drei der alten Rundbogenfenster erhalten, Laibungen aus Sandstein; ebenso die Gebäudekanten und die Laibungen der beiden vermauerten Rundbogenportale. 1510 (i) durch einen rechteckigen Hallenchor aus Backstein unter eigenem ziegelgedecktem Satteldach ergänzt, die Chorostwand mit großer Kreisblende zwischen zwei Spitzbogenfenstern, der Giebel mit ansteigenden Spitzbogenblenden. An einem der südlichen Strebepfeiler des Chores romanische Spolien. Der Westturm auf dem Grundriss des Vorgängerbaus 1750-51 von Maurermeister J. Chr. Goetze (Rotenburg) in Feld- und Backstein erneuert, im Obergeschoss achteckig, unter spitzer achtseitiger Haube in Kupferdeckung, vermutlich gleichzeitig Erneuerung der großen dreibahnigen Fenster der Südseite des Schiffes. Das Eingangsportal des Westturmes wurde 1920 ergänzt. - Im Inneren im Schiff eine Balkendecke, zwischen Schiff und Chor ein schmaler Spitzbogen, ursprünglich dort ein Lettner. Der rechteckige Chor mit stark gebustem Netzgewölbe auf schlanken Rundpfeilern. In den Gewölbekappen die originale Ausmalung. Ausstattung mittetalterlich (Taufstein um 1200, zwei lebensgroße Triumphkreuze des 13. und 15. Jahrhunderts, turmartiges Sakramentshäuschen aus Baumberger Sandstein von 1524 (i)), und frühneuzeitlich (Altaraufsatz, Taufdeckel, Kanzel: 17. Jahrhundert), Westempore um 1750 mit Orgelprospekt von 1765 von M. Schreiber, Glückstadt, Nordempore 1786.
Denkmalbegründung
Das Ortszentrum von Dorum beherrschend, steht im Westen der weitläufigen Friedhofsparzelle die dem heiligen Urban geweihte Kirche, in der als einer der Hauptkirchen des Landes Wursten im Mittelalter zweimal jährlich das Sendgericht des Archidiakonats zusammentrat. Der heutige Kirchenbau des 13. Jahrhunderts hatte bereits mindestens zwei Vorgängerbauten. Das reich ausgestattete Bauwerk wurde 1510 durch einen drei mal dreijochigen spätgotischen Chor und 1750/51 durch einen neuen Westturm ergänzt. An der Erhaltung der St. Urbankirche von Dorum besteht sowohl aufgrund ihrer orts-, bau- und kunstgeschichtlichen Bedeutung, wegen der künstlerischen Bedeutung im Hinblick auf den ungestörten Überlieferungswert und die besondere Innenausstattung und wegen des prägenden Einflusses auf das Orts- und Anlagenbild auch in städtebaulicher Hinsicht ein öffentliches Interesse.
Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
61364894 | Kirchwurt
Literatur
PPN: 030933706 | Seitenangabe: S. 398-399
Lizenz
CC BY-SA 4.0
NFIS
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