Burg Schagen, auch Wittekindsburg

Datenblatt

Landkreis
Osnabrück
Samtgemeinde
Bramsche, Stadt
Gemeinde
Pente
Objekttyp
Burg
Baujahr
Mittelalter
Denkmalstatus
Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
Bedeutung
Geschichtliche Bedeutung
Im Denkmalverzeichnis
Ja
Objekt-ID
a65efaee-ef65-42c0-b547-1234645f18fa
System-ID
#60873324
ADABweb-ID
28936277
Fachbereich
Archäologie
Beschreibung
Name: Burg Schagen, auch "Wittekindsburg". Laut Hardebeck (1902, 29) war die Burg von drei Gräben umgeben, die bei der Umnutzung für eine Wiese im 19. Jh. zugeworfen worden sind. Das heute noch als Ruine erhaltene Hauptgebäude der Burg war 10,4 m lang und 8,5 m breit. Es besaß einen Anbau von 8,5 m Länge und 4 m Breite, der nicht im Verband mit dem Hauptgebäude gemauert war. Nach Müller/Reimers (1893, 350), die sich auf einen amtlichen Bericht aus dem Jahre 1873 beziehen, soll die Burg nur aus einem Turm mit einem doppelten Graben bestanden haben. Von U. Martens wurde 1990 anhand von Feuchtigkeitsmerkmalen ein einfacher Graben dokumentiert, der eine ovale Fläche von ca. 60 (O-W) x 40 m umschloss. Auf einer flachen Bodenerhöhung ist ein Mauerrest von ca. 3 m Höhe und 1,2 m Stärke aus gemörteltem Sandstein erhalten. Das ehemalige Wall-Grabensystem ist völlig eingeebnet. Stammsitz der Familie von Schagen, die 1186 erstmals urkundlich erwähnt wird. - 1424 verkaufte Dietrich von Schagen seine Burg an den Domherren Claus von Voß. Seit 1443 gehörte die Burg dem Osnabrücker Domkapitel, das sie einem Eigenbehörigen überließ, der den Namen Borgmann annahm. Noch 1930 gehörte die Ruine der Burg zum Borgmannschen Hofe. - Seit dem 16. Jh. verfiel die Burg. - Im 19. Jh. wurden Teile der Reste der Burg abgetragen. Dabei legte man unterirdische Räume frei, in denen sich u. a. ein kleines silbernes Schiff (verschollen) und eine Urne (angeblich Landesmuseum Hannover) fanden. In den Mauerresten des Turmes wurde eine sog. Jülicher Turnose aus dem 14. Jh. (verschollen) gefunden. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jh. wurden Steine der Burg zum Bau der Landstraße von Achmer nach Pente benutzt. Die Burg war 10,4 m lang und 8,5 m breit. Sie besaß einen Anbau, der nicht im Verband mit dem Hauptgebäude gemauert war. Umgeben war die Burg von 3 Gräben, die bei der Anlage von Wiesen zugeschüttet wurden (Hardebeck). - Der volkstümlichen Überlieferung nach eine Wittekindsburg.
Literatur
PPN: 134402650 | Seitenangabe: 316

PPN: 03240316X | Seitenangabe: 182

PPN: 1044415517 | Seitenangabe: 346, Kat.Nr. 262, Abb. 53,5
Weiterführende Links
Müller, Bericht über Althertümer im Hannoverschen, Zeitschrift d. Hist. vereins f. Niedersachsen 1870, 345 - 435.
Lizenz
CC BY-SA 4.0
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