Hof Schulte to Brinke

Datenblatt

Landkreis
Osnabrück
Samtgemeinde
Hagen am Teutoburger Wald
Gemeinde
Hagen
Orts-/Stadtteil/Lage
Hagen
Adresse
Zum Jägerberg 19 , 19A
Objekttyp
Hofanlage
Denkmalstatus
Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
Bedeutung
Geschichtliche Bedeutung, Wissenschaftliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
Im Denkmalverzeichnis
Ja
Objekt-ID
a5197f99-976e-473c-aef4-883d638564a3
System-ID
#61530480
ADABweb-ID
35319779
Fachbereich
Baudenkmalpflege
Beschreibung
Im äußersten Norden der Gemarkung gelegene Hofanlage in unmittelbarer Nähe des Bauerschaftswegs, mit Wohn-/Wirtschaftsgebäude von 1749 (i) und Wohnhaus von 1953 sowie altem Baumbestand und Resten der Bruchsteineinfriedung.
Denkmalbegründung
Die namensgebende Bauerschaft Hagen bildet den mittleren Teil der Gemeinde und erstreckt sich in Nord-Süd-Ausdehnung. Den südlichen Bereich nimmt die von Acker-und Weideland geprägte Bauerschaft Beckerode ein, mit der das ehemalige Kirchdorf Hagen bereits Mitte des 19. Jahrhunderts zusammengeschlossen wurde. Mittig durchfließt die Gemarkung in einer Senke der Goldbach. Verkehrstechnisch wird die Gemarkung von drei Straßen erschlossen, die einen Knotenpunkt im nördlichen Bereich bilden. Unweit dieses Knotenpunktes befindet sich im Nordosten der Siedlungsschwerpunkt. Dieser historische Siedlungskern im Bereich des alten kirchlichen Mittelpunktes wurde nach dem Zweiten Weltkrieg baulich stark ausgeweitet. Hier liegt darüber hinaus der wirtschaftliche Fokus in der Gemarkung. Der alte bäuerliche Schwerpunkt - heute noch ablesbar - bildete ehemals die Bauerschaft Beckerode im Süden. Überwiegend von Acker- und Weideland geprägt, waren die optimalen Bedingungen für die Landwirtschaft in der gesamten Gemarkung geschaffen. Der Hof Schulte to Brinke siedelte sich im äußersten Norden der Gemarkung, abseits des Siedlungskerns, inmitten von Acker- und Wiesenland an. Von der ehemaligen Hofanlagen sind das Wohn-/Wirtschaftsgebäude und das Wohnhaus erhalten. Daher weist die Anlage nicht den typischen Zuschnitt dieser Kleinsteinheit ländlicher Siedlungen auf, denn es gibt keinen Wirtschaftshof, um den sich auch die wirtschaftlichen Nebengebäude gruppieren. Eine wirtschaftliche Bedeutung wird jedoch auch ohne den baufunktionalen Zusammenhang aller Teilbauten sichtbar. Die kulturraumformende Qualität dieser Anlage wird zudem durch die erhalten gebliebene historische Einfriedung und überkommenen Baumbestand gesteigert. Mit dem Wohnhaus, welches eine Entwicklung innerhalb der Hofanlage – die Verlagerung des Wohnens in einen separaten Bereich der Hofanlage aufgrund der gehobenen Qualitätsansprüche im Wohnen – ist hier ein seltenes Beispiel innerhalb der Bauerschaft erhalten. An der Erhaltung der Hofanlage besteht daher aufgrund ihrer geschichtlichen Bedeutung für die Siedlungs-, Bau- und Wirtschaftsgeschichte und aufgrund ihrer städtebaulichen Bedeutung mit prägendem Einfluss jedes Bestandteils der Hofanlage auf das räumliche Gefüge, ein öffentliches Interesse.
Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
61533475 | Wohn-/Wirtschaftsgebäude | Zum Jägerberg 19 A
61533501 | Wohnhaus | Zum Jägerberg 19
Lizenz
CC BY-SA 4.0
NFIS
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