St. Nikolai-Kirche

Datenblatt

Landkreis
Region Hannover
Samtgemeinde
Isernhagen
Gemeinde
Kirchhorst
Orts-/Stadtteil/Lage
Kirchhorst
Adresse
Steller Straße 15 -17
Objekttyp
Kirche
Baujahr
13.Jh. - 17.Jh.
Denkmalstatus
Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
Bedeutung
Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
Im Denkmalverzeichnis
Ja
Objekt-ID
7e955604-4558-4288-870d-c0e293b0a532
System-ID
#61355024
ADABweb-ID
31144336
Fachbereich
Baudenkmalpflege
Beschreibung
Kleiner Saalbau aus Bruch- und Raseneisenstein vom Anfang des 13. Jahrhunderts, wohl nach Loslösung des Pfarrsprengels unter den Patronatsherren von Cramm 1329 gewölbt und durch Fünfachtelschluss aus Backstein vergrößert. Zugleich die Außenmauern erhöht und größere Fenster mit einfachem Maßwerk eingesetzt (Ende des 19. Jahrhunderts erneuert). Nördlicher Sakristei-Anbau aus Raseneisen- und Feldsteinen wohl aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, etwas später die spätgotische Vorhalle aus Backstein an der Südseite mit Staffelgiebel, gegliedert durch hell verputzte, profilierten Blendarkaden. An der nördlichen Außenwand Kreuzstein in etwa zwei Meter Höhe. Hölzerner Westturm auf Feldsteinfundament aus der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg (um 1661/64). Innenraum mit Kreuzrippengewölbe und um 1450 entstandener Rankenmalerei, im Chor zudem figürliche Darstellungen der Marienkrönung und der zwölf Apostel, im Langhaus St. Christophorus und St. Georg. Altaraufsatz mit gedrechselten Säulen und Puttenköpfen 1678 vom Tischler H. Remmers geschaffen, ebenso der ein Jahr später gestiftete barocke Taufengel. Hölzernes Epitaph der Familie von Cramm von 1579. Barocke Grabstelen des 18. Jahrhunderts teils vom Kirchhof in Chor und Vorhalle verbracht.
Denkmalbegründung
Die Kirchhorster St. Nikolai-Kirche wurde Anfang des 13. Jahrhunderts in der Mitte des auf einer flachen Geestinsel des Warmbüchener Moores gelegenen Dorfes erbaut. Sie ist der älteste erhaltene Bau des Ortes, wurde bis Mitte des 15. Jahrhunderts um Anbauten erweitert und bekam um 1661 ihren Turmanbau. Mit ihrer erhaltenen Innenausstattung, den spätgotischen Fresken, dem barocken Taufengel und Altaraufsatz, den in den Turm eingelassenen Kreuzsteinen sowie den Epitaphien und Grabstelen ist sie wichtiges Zeugnis der Bau- und Kunstgeschichte und sowohl von künstlerischer als auch geschichtlicher Bedeutung. Auch aufgrund ihrer Bedeutung für die Orts- und Siedlungsgeschichte sowie wegen ihrer städtebaulichen Bedeutung als Bau mit prägendem Einfluss auf das Ortsbild und das räumliche Gefüge des von Eichen überschatteten Kirchengevierts besteht an ihrer Erhaltung ein öffentliches Interesse.
Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
61342256 | Siedlungskern (Ortskern)
Literatur
PPN: 030933706 | Seitenangabe: S. 798

PPN: 1639851771 | Seitenangabe:
Lizenz
CC BY-SA 4.0
NFIS
NFIS|Denkmalatlas.Pro

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