Kirche Sehlde

Datenblatt

Landkreis
Wolfenbüttel
Samtgemeinde
Baddeckenstedt
Gemeinde
Sehlde
Gemarkung
Sehlde
Orts-/Stadtteil/Lage
Sehlde
Adresse
An der Kirche 2
Objekttyp
Kirche
Baujahr
um 1700
Denkmalstatus
Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
Bedeutung
Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
Im Denkmalverzeichnis
Ja
Objekt-ID
73a37ba1-b4b9-4d37-926c-8a8dfeb09032
System-ID
#61437291
ADABweb-ID
34103858
Fachbereich
Baudenkmalpflege
Beschreibung
Saalbau mit dreiseitigem Ostabschluss unter Satteldach in Tonziegeldeckung und eingezogenem quadratischem Westturm unter beschiefertem achtseitigem Helm, freistehend in der Mitte des Kirchhofs. Verputztes Bruchsteinmauerwerk mit regelhaftem Eckverband aus Sandsteinquadern, hohen rundbogigen Fenstern mit Sprossenteilung in Schiff und Chor mit Sandsteineinfassungen, einem rundbogigen Westportal mit Eckverband aus Sandsteinquadern und rundbogigen Schallöffnungen im Glockengeschoss. An der südlichen geschrägten Außenwand des Chores Inschriftentafeln mit Nennung der beiden Altaristen des Jahres 1702, in der Nordwand Inschriftentafel zur Erinnerung an die Restaurierung 1840. Im Inneren geputzte Brettertonne auf profiliertem Kämpfergesims und barocke Wandmalereien einer Architekturrahmung der Fenster. Zur Ausstattung gehören der 1749 vermutlich von Ernst Dietrich Bartels geschaffene Kanzelaltar mit zwei gewundenen korinthischen Säulen, den Skulpturen von Moses und Johannes dem Täufer sowie weiteren Schnitzfiguren im oberen Aufbau, eine dreiseitig umlaufende Empore und ein Gestühl mit Tafelbildern in den Brüstungen bzw. Fronten und eine Orgel der Hildesheimer Orgelbauer Johann Georg und Johann Conrad Müller von 1749.
Denkmalbegründung
Die Bauzeit der Kirche von Sehlde erstreckte sich, wie mehrere Inschriften belegen, von 1698 (Traufgesims am Westturm) bis 1703 (Wetterfahne), dabei wurden zumindest Teile eines gotischen Kirchturms integriert, wie die spitzbogige Öffnung zwischen Turmhalle und Kirchenschiff nahelegt. Zu der erhaltenen einheitlichen Barockausstattung kommt die 2007 entdeckte und 2010/11 freigelegte bauzeitliche Wandornamentik als seltenes Beispiel für die wandmalerische Ausstattung einer Dorfkirche hinzu. An der Erhaltung der Kirche besteht wegen ihrer geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte und aufgrund des Zeugnis- und Schauwertes für Bau- und Kunstgeschichte, wegen ihrer künstlerischen Bedeutung als Erlebniswert für bedeutender Innenraumgestaltung und wegen ihrer städtebaulichen Bedeutung als Bau von prägendem Einfluss auf das Ortsbild ein öffentliches Interesse.
Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
61430067 | Kirchenanlage (Baukomplex)
Literatur
PPN: 030933706 | Seitenangabe: S. 1199
Lizenz
CC BY-SA 4.0
NFIS
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