Schloss Wrisbergholzen - Orangerie

Datenblatt

Landkreis
Hildesheim
Samtgemeinde
Sibbesse
Gemeinde
Wrisbergholzen
Orts-/Stadtteil/Lage
Wrisbergholzen
Adresse
Platz 4
Objekttyp
Orangerie
Baujahr
um 1860
Denkmalstatus
Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
Bedeutung
Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
Im Denkmalverzeichnis
Ja
Objekt-ID
734701d3-3197-467a-be80-1e5b086566df
System-ID
#61490206
ADABweb-ID
34541822
Fachbereich
Baudenkmalpflege
Beschreibung
Anderthalbgeschossiger, verputzter Massivbau im Rundbogenstil auf quadratischem Grundriss unter flachem Walmdach mit einer nach Süden zum Garten hin ausgerichteten, fünfachsigen Schaufassade mit Mittelrislait. Rundbogenfenster, historisierende Zierarkatur und Giebelbekrönung. Ursprünglich befanden sich an der West- und Ostseite Anbauten von Glashäusern, die heute nur noch als Fundamentreste erkennbar sind.
Denkmalbegründung
Der Barockgarten (1. H. 18.Jh.) des Schlosses Wrisbergholzen wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach englischem Vorbild umgestaltet und die formale Anlage überformt. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts erfuhr die Gartenanlage weitere intensive Umgestaltungsmaßnahmen, in dieses Phase ist auch die Errichtung des Orangeriegebäudes zu verzeichnen. Die Stilmerkmale des qualitätvoll ausgeführten Bauwerks entsprechen dem hannoverschen Rundbogenstil um 1860/65. Es veranschaulicht die gewachsenen Ansprüche an einen Landwirtschaftsbetrieb, exotische Kübelpflanzen kultvieren und überwintern zu können und ist in seiner Doppelnutzung als Festsaal gleichermaßen Ausdruck einer Öffnung des Parkraumes für gesellschaftliche Anlässe und zeugt von einem gestiegenen Repräsentationsbedürfnis. Die Orangerie im Schlosspark von Wrisbergholzen ist ein integraler und wichtiger Bestandteil der denkmalgeschützten Schlossanlage von nationalem Bedeutungsrang. Das Gebäude zählt zu den jüngsten Bauwerken innerhalb der Denkmalgruppe und hat singuläre Bedeutung mit Seltenheitswert für die Bau- und Kunstgeschichte, da das Bauwerk eigens als Orangerie errichtet wurde und in seiner historistischen Ausprägung kein nennenswertes Vergleichsbeispiel im niedersächsischen Raum vorliegt. Neben dieser geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Bau- und Kunstgeschichte und der künstlerischen Bedeutung aufgrund der überregional nicht alltäglichen Gestaltwerte liegt der Orangerie als prägendes Element des räumlichen Gefüges der Denkmalgruppe mit Einfluss auf das Straßenbild auch eine städtebauliche Bedeutung zugrunde. Aus diesen Schutzgründen liegt ihre Erhaltung im öffentlichen Interesse.
Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
61476025 | Schlossanlage
Literatur
PPN: 030933706 | Seitenangabe: 1417
Lizenz
CC BY-SA 4.0
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