Eilenriedestadion

Datenblatt

Landkreis
Region Hannover
Samtgemeinde
Hannover, Landeshauptstadt
Gemeinde
Hannover
Orts-/Stadtteil/Lage
Zoo
Objekttyp
Sportanlage (Baukomplex)
Personen
Elkart, Karl (Architekt (m/w/d))
Wolf, Paul (Architekt (m/w/d))
Denkmalstatus
Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
Bedeutung
Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
Im Denkmalverzeichnis
Ja
Objekt-ID
60d2c9d9-cc85-40ae-9178-8ae520073ef2
System-ID
#61261337
ADABweb-ID
30591394
Fachbereich
Baudenkmalpflege
Denkmalthema
Architektengeneration 1880
Beschreibung
In den Jahren 1920-22 entstand östlich der Stadthalle auf dem Gelände eines ehemaligen Militärschließplatzes das Eilenriedestadion. Die Anlage entstand aus Mitteln einer Schenkung von Gustav Brandt an die Stadt Hannover und sollte nach dessen Wunsch den Namen "Hindenburg-Stadion" tragen. Stadtbaurat Paul Wolf (1879-1957) gestaltete die Sportstätte als ovale Anlage, deren Längsachse auf den Kuppelsaal der Stadthalle ausgerichtet ist. Zwei kubische, zweigeschossige Putzbauten mit Pyramiddächern flankieren den Haupteingang an der Clausewitzstraße. Die auf der Südseite gelegene überdachte Tribüne wurde um 1930 von Karl Elkart (1880-1959) ergänzt. Von den Nationalsozialisten 1934 offiziell in „Hindenburg-Kampfbahn“ umbenannt, wurde es 1945 bis 1951 von der Britischen Rheinarmee genutzt und 1951 als „Eilenriedestadion“ an die Stadt Hannover zurückgegeben. 2014-2016 wurde das Stadion von Hannover 96 zu einem Nachwuchsleistungszentrum umgebaut. Aufgrund der Drehung des Spielfeldes um 90 Grad und des Baus zweier neuer Tribünen ist die Sichtachse zur Stadthalle heute nur noch vom stillgelegten Haupteingang am Standort der alten Stadion-Uhr erfahrbar. Neben der Uhr, den Torbauten und der westlichen Wallanlage sind auch zwei Toilettenhäuschen aus der ersten Bauphase erhalten.
Denkmalbegründung
Mit dem Bau der ab 1915 geplanten und 1922 als „Stadion der Stadt Hannover“ eingeweihten Anlage, nach dem Willen des Stifters Gustav Brandt auch "Hindenburg-Stadion" genannt, nahm Stadtbaurat Paul Wolf (1879-1957) architektonisch und städtebaulich Bezug zur kurz zuvor errichteten Stadthalle. Die Bauzeit des "ersten städtischen Stadions Deutschlands" fiel in die Kriegsjahre und verzögerte sich dadurch, die geplante Benennung nach dem hannoverschen Ehrenbürger Paul von Hindenburg wurde zum politischen Konflikt. Die noch erhaltene südliche Tribüne wurde erst 1928 von Wolfs Nachfolger Karl Elkart (1880-1959) gebaut. Das aufgrund seiner Größe eher für Massenveranstaltungen ausgelegte Stadion wurde im Nationalsozialismus als "Hindenburg-Kampfbahn" entsprechend genutzt. Bis zur Eröffnung des Niedersachsenstadions 1954 war es das größte Stadion des Bundeslandes und Heimat des späteren Erstligisten Hannover 96. Nach einer längeren Phase des Stillstands und anschließenden Umbauten in den Jahren 2015/16 wird es heute vorrangig als Nachwuchsleistungszentrum von Hannover 96 genutzt. An der Erhaltung der Gesamtanlage mit den verbliebenen historischen Stadionbauten besteht aufgrund des geschichtlichen Zeugnis- und Schauwertes sowie der städtebaulichen Bedeutung ein öffentliches Interesse.
Untergeordnete Objekte (ID | Typ | Adresse)
61284968 | Verwaltungsgebäude | Theodor-Heuss-Platz 4
61284969 | Verwaltungsgebäude | Theodor-Heuss-Platz 4
61284920 | Stadion | Clausewitzstraße 4 A
61284964 | Tribüne | Clausewitzstraße 4 A
Literatur
PPN: 538438207 | Seitenangabe:
Lizenz
CC BY-SA 4.0
NFIS
NFIS

Zitieren und Nachnutzen

Zitieren und Nachnutzen

Hier finden Sie Downloadmöglichkeiten und Zitierlinks zu Werk und aktueller Seite.

monument

MARC XML Dublin Core IIIF Manifest Mirador RIS

Bild

PDF JPEG Master (JPG)

Bildfragment

Bild mit Rahmen IIIF Bildfragment

Zitierlinks

Zitierlink zum Werk Zitierlink zur Seite
Fullscreen Logo Vollbild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
  • Nach links rotieren
  • Nach rechts rotieren
  • Neuladen in Standardansicht
Bild mit Rahmen
IIIF Bildfragment