Stadtkeller

Datenblatt

Landkreis
Helmstedt
Samtgemeinde
Königslutter am Elm, Stadt
Gemeinde
Königslutter am Elm
Orts-/Stadtteil/Lage
Königslutter
Adresse
Am Markt 1
Objekttyp
Gasthof
Baujahr
1829 - 1878
Denkmalstatus
Teil einer Gruppe baulicher Anlagen (gemäß § 3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
Bedeutung
Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
Im Denkmalverzeichnis
Ja
Objekt-ID
5fedb0f7-3baa-4258-a684-c9744dfebc30
System-ID
#61383451
ADABweb-ID
32650569
Fachbereich
Baudenkmalpflege
Beschreibung
Zweigeschossiger auf hohen Kellergewölben stehender verputzter und langgestreckter Bau unter Walm- bzw. Satteldächern in Ziegelpfannendeckung mit Dachgauben. Das Gebäude ist in mehrere Gebäudeflügel mit gestuften Dachhöhen unterteilt. Die Fassade ist klassizistisch schlicht gestaltet, mit profiliert gefassten und massiven Fensterbänken. Scheitrechte Fenster im Erdgeschoss, darüber ein geschosstrennendes Gurtgesims, im Obergeschoss ebengleiche Durchfensterung mit Sohlbankgesims. Der Eingang befindet sich auf der südlichen Giebelseite, davor eine vorgelagerte Treppe mit repräsentativer Pfeilerstellung, der Eingangsbereich ist durch Schriftzug über den Konsolen hervorgehoben. Im Inneren befinden sich großzügige Kellergewölbe, die ursprünglich für Lager- und Wirtschaftszwecke sowie Stallungen ausgerichtet waren. In den Obergeschossen befinden sich ein großer Saal sowie ehemalige Wirtschafts- und Fremdenzimmer.
Denkmalbegründung
An der jetzigen Stelle des ehemaligen Gasthofes stand das erste Rathaus von Königslutter. Von dem ursprünglichen Rathaus, welches wohl bereits in der erste Hälfte des 14. Jh. Bestand hatte, hat sich nichts erhalten, nach einem verherrenden Brand von 1571 wurde es bis 1581 neu aufgebaut. Ab dem Jahre 1690 besaß der Stadtrat auch das Schankrecht, so dass im „Ratskeller“ den Gästen und Helmstädter Studenten das berühmte Ducksteinbier angeboten wurde. Das Gebäude wurde gleichzeitig auch baulich erheblich erweitert. In den Jahren 1828-1834 wurde das dato baufällige Rathaus fast vollständig neu gebaut, Teile der Kellergewölbe wurden aufgrund von Grundwasser auf Pfahlrost errichtet. 1864 kam es in Privatbesitz und wurde zum Gaststätten- und Hotelbetrieb in den Jahren 1870 und 1878 erweitert und umgebaut. Bis 1878 verblieb es in Privatbesitz, heute dient es der Stadtgemeinde als Verwaltungsbau. An der Erhaltung der Stadtkellers besteht aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte, als Zeugnis- und Schauwert für Bau- und Kunstgeschichte sowie für Siedlungs- und Stadtbaugeschichte, wie auch aufgrund der städtebaulichen Bedeutung von prägendem Einfluss des räumlichen Gefüges eines Platzes ein öffentliches Interesse.
Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
61380321 | Altstadt (Baukomplex)
Lizenz
CC BY-SA 4.0
NFIS
NFIS|Denkmalatlas.Pro

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