Doppelwohnhaushälfte

Datenblatt

Landkreis
Region Hannover
Samtgemeinde
Hannover, Landeshauptstadt
Gemeinde
Hannover
Orts-/Stadtteil/Lage
Nordstadt
Adresse
Reinholdstraße 7
Objekttyp
Wohnhaus
Baujahr
1904
Personen
Mohrmann, Karl Heinrich (Architekt (m/w/d))
Denkmalstatus
Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
Bedeutung
Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung
Im Denkmalverzeichnis
Ja
Objekt-ID
46bfd107-f506-48a0-8d43-e35d07f95650
System-ID
#61292653
ADABweb-ID
30797471
Fachbereich
Baudenkmalpflege
Denkmalthema
Hannoversche-Schule
Beschreibung
Südliche Hälfte eines zweigeschossigen Doppelwohnhauses auf hohem Kellergeschoss unter Satteldach mit Drempel. Im Erdgeschoss durchgehend massiver Bau mit Sockel und Fensterleibungen aus Sollingsandstein, straßenseitiger Verblendung aus Tuffstein. Die Gefache des Obergeschosses sind mit in Mustern gelegten verschiedenfarbigen Backsteinen versehen, das Dachgeschoss zeigt ein reich durch Farbe und Schnitzereien geschmücktes Fachwerk. Straßenbildwirksam ragt ein Erker dreieckig aus dem leicht vorkragenden Dachgeschoss hervor; er ist von einem aus dem verschieferten Giebeldreieck vortretendem Helm bekrönt, dessen schlanke kupferne Spitze weit über das Satteldach hinausreicht. Seine hölzernen Stützen sind figürlich geschnitzt und stellen die Bremer Stadtmusikanten sowie einen flüchtenden Räuber dar, unter der Brüstung ist der Spruch "denk vernünftig / denk an künftig" eingearbeitet. Darüber sind auf der Schwelle Sternzeichen sowie das Zeichen der Künstlervereinigung "Bauhütte zum weißen Blatt" und das Zeichen des Architekten Karl Mohrmann als Vorsitzender dieser Hütte dargestellt, die Südostecke zeigt zusätzlich einen geschnitzten Sackpfeifenspieler als Kragfigur. Im Innenbereich sind die originale Raumstruktur, Treppen und wandfeste Ausstattung fast komplett erhalten. Insbesondere Bereiche des Treppenaufganges zeigen die originale farbig-ornamentale Ausmalung. Das Doppelhaus wurde 1904 errichtet; die nördliche, ursprünglich spiegelsymmetrisch gestaltete Hälfte ist bis auf das Erdgeschoss im Zweiten Weltkrieg zerstört und vereinfacht wiederaufgebaut worden.
Denkmalbegründung
Die Doppelwohnhaushälfte gehört zu der vom Architekten Karl Mohrmann (1857-1927) von 1899 bis 1904 gebauten Wohnhausgruppe Herrenhäuser Kirchweg 11/Reinholdstraße 5,7. Sie unterscheidet sich von den anderen in rotem Backstein ausgeführten Bauten durch die Verwendung von Fachwerk und verschiedenen Materialen. Der Erker und die farbig unterschiedlichen Fassadenabschnitte geben dem Haus eine besondere städtebaulich straßenbildprägende Wirkung. Als Werk eines bekannten Vertreters der Hannoverschen Schule ist der Bau aufgrund des bau- und kunstgeschichtlichen Zeugnis- und Schauwertes von herausragender Bedeutung und seine Erhaltung insbesondere aufgrund des weitgehend ungestörten, authentischen Zustandes in öffentlichem Interesse.
Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
61261307 | Häusergruppe
Lizenz
CC BY-SA 4.0
NFIS
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