Heger Friedhof

Datenblatt

Landkreis
Osnabrück, Stadt
Gemeinde
Osnabrück, Stadt
Gemarkung
Osnabrück
Orts-/Stadtteil/Lage
Weststadt
Objekttyp
Friedhof
Denkmalstatus
Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
Bedeutung
geschichtlich, städtebaulich
Im Denkmalverzeichnis
Ja
Objekt-ID
43782460
Objekt-Nr.
69
Fachbereich
Baudenkmal Gruppe
Beschreibung
Der Heger Friedhof an der Rheiner Landstraße ist der größte Friedhof von Osnabrück. Er wurde 1925 eröffnet und enthält zeittypische Stilelemente der 1930er Jahre, die eine Verbindung zwischen dem Neuen Bauen und traditionellen, repräsentativen Elementen darstellen. Im Südosten führt von dem Eingangstor ein langgestreckter Vorplatz an der Rheiner Landstraße, mit unterteilten Rasenflächen, zu dem Krematorium und der neuen Kapelle die zwischen 1936 und 1937 gebaut wurden. Hier steht auch ein Glockenturm. Im Osten und entlang der Straße wird der Friedhof begrenzt durch eine Bruchsteinmauer, die westliche Grenze wird teilwiese von Resten der alten Landwehr gebildet. Nördlich vom Eingang befindet sich ein Toilettenhaus und südlich das Pförtnerhaus. Im Nordosten des Friedhofs steht die alte Kapelle. Die Anlage gliedert sich in 17 Abteilungen. Im Osten befinden sich sechs Ehrenfelder mit insgesamt 1524 Toten des Zweiten Weltkriegs und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Darunter ausländische Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter, KZ-Häftlinge und Opfer von Bombenangriffen aus der ehemaligen Sowjetunion, den Niederlanden, Polen, Belgien und anderer Nationen. Sowie deutsche Soldaten und Zivilpersonen, die während des Zweiten Weltkriegs in Lazaretten, Endkämpfen und bei Bombenangriffen gestorben sind.
Denkmalbegründung
Der Heger Friedhof nördlich der Rheiner Landstraße wurde 1925 eröffnet. An der Erhaltung des Friedhofs mit dem Kremtatorium, dem Glockenturm, der Einfriedung und dem Pförtner- und Toilettenhaus besteht ein öffentliches Interesse, da er geschichtliche und städtebauliche Bedeutung aufweist. Der Heger Friedhof hat als Hauptfriedhof für die Stadt Osnabrück geschichtliche Bedeutung im Rahmen der Orts- und Stadtbaugeschichte. An seinen Grabmalen lässt sich die Kultur- und Geistesgeschichte ablesen. Somit hat er auch eine beispielhafte Ausprägung eines Friedhofs nach dem Ersten Weltkrieg im Stil des Neuen Bauens. Mit seiner Größe und Lage hat er prägenden Einfluss auf das Straßenbild.
GruppenMitglieder (ID | Typ | Adresse)
43802364 | Krematorium | Osnabrück, Stadt - Osnabrück - Weststadt - Rheiner Landstraße 168/170
43802390 | Glockenturm | Osnabrück, Stadt - Osnabrück - Weststadt - Rheiner Landstraße 168/170
43802411 | Friedhof | Osnabrück, Stadt - Osnabrück - Weststadt - Rheiner Landstraße 168/170
43802481 | Pförtnerhaus | Osnabrück, Stadt - Osnabrück - Weststadt - Rheiner Landstraße 168/170
44125632 | Toilettenhaus | Osnabrück, Stadt - Osnabrück - Weststadt - Rheiner Landstraße 168/170
44125695 | Einfriedung | Osnabrück, Stadt - Osnabrück - Weststadt - Rheiner Landstraße 168/170
Lizenz
CC BY-SA 4.0
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