Weißekreuzplatz mit umgebender Bebauung

Datenblatt

Landkreis
Region Hannover
Samtgemeinde
Hannover, Landeshauptstadt
Gemeinde
Hannover
Orts-/Stadtteil/Lage
Oststadt
Objekttyp
Häusergruppe
Denkmalstatus
Gruppe baulicher Anlagen (gemäß §3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
Bedeutung
Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
Im Denkmalverzeichnis
Ja
Objekt-ID
3e86f505-e3c0-46f7-b3d2-df2bd33676d7
System-ID
#61261353
ADABweb-ID
30591587
Fachbereich
Baudenkmalpflege
Beschreibung
Der Grundriss des trapezförmigen und sich nach Süden öffnenden Weißekreuzplatzes ist vor allem auf die westliche Begrenzung durch den unregelmäßigen Verlauf der Alten Celler Heerstraße (heute Lister Meile) zurückzuführen. Sechs Straßenzüge, deren gründerzeitliche Bebauung durch Sichtbezüge zur Platzanlage gehört, münden auf den Platz oder berühren ihn tangential. Von der geschlossenen Randbebauung an der West-, Ost- und Nordseite des Platzes haben sich auf der Ostseite, der Weißekreuzstraße, sowie an den Einmündungen Lister Meile, Große Pfahlstraße und Fridastraße drei- bis viergeschossige Mietshäuser erhalten. Während die Bauten unmittelbar am Platz sowie an der Lister Meile eine auf Repräsentation ausgerichtete Fassadengliederung mit Putzdekor und Ornamentik in Formen des Klassizismus und der Neorenaissance zeigen, sind die einfacheren Backsteinbauten der Fridastraße und Großen Pfahlstraße vom Einfluss der Hannoverschen Schule geprägt. Nach Süden wird der Weißekreuzplatz begrenzt durch den Raschplatzpavillon, der zunächst als provisorisches Kaufhaus diente und seit 1977 als Kultureinrichtung (Pavillon) genutzt wird. Die Platzanlage, die vor 1903 unter Gartendirektor Julius Trip als Schmuckplatz gestaltet wurde, ist nach dem U-Bahn-Bau 1980 und der Verknüpfung mit der Fußgängerzone „Lister Meile“ mehrfach als Grünanlage neu- bzw. umgestaltet worden.
Denkmalbegründung
Der Weißekreuzplatz wurde 1880 nördlich des Bahnhofs und direkt östlich an die Alte Celler Heerstraße grenzend angelegt, bis Anfang der 1890er Jahre mit Wohn- und Wohn-/Geschäftshäusern umbaut, 1903 unter Gartendirektor Julius Trip als Schmuckplatz gestaltet und 1929 nach dem Gasthaus „Zum Weißen Kreuz" benannt. Als typischer gründerzeitlicher Blockplatz ist er trotz der nach den Kriegseinwirkungen in unmittelbarer Bahnhofsnähe nur teilweise erhaltenen Umbauung beispielhaft und von Bedeutung für die Orts-, Siedlungs- und Stadtbaugeschichte Hannovers. Der Weißekreuzplatz ist nicht nur prägend für das Ortsbild, auch aufgrund des Einflusses der umgebenden und direkt anschließenden Bebauung auf das räumliche Gefüge des gründerzeitlichen Stadtplatzes liegt eine Erhaltung im öffentlichen Interesse.
Lizenz
CC BY-SA 4.0
NFIS
NFIS|Denkmalatlas.Pro

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