ev.-luth. Johanneskirche

Datenblatt

Landkreis
Wolfenbüttel
Samtgemeinde
Schladen-Werla
Gemeinde
Werlaburgdorf
Orts-/Stadtteil/Lage
Werlaburgdorf
Adresse
Kirchstraße 4
Objekttyp
Kirche
Baujahr
1213 - um 1550
Denkmalstatus
Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
Bedeutung
Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung
Im Denkmalverzeichnis
Ja
Objekt-ID
3a2a85f4-8305-4016-aa61-c741ca69aee1
System-ID
#61437476
ADABweb-ID
34108818
Fachbereich
Baudenkmalpflege
Beschreibung
Saalkirche unter Satteldach mit Linkskremperdeckung mit annähernd quadratischem Westturm, traufständig, freistehend in der Mitte des Kirchhofs. Bruchsteinmauerwerk mit Kantenquaderung, einem Werksteingesims mit Schmiegenprofil unter der Traufe und einem gotischen Fenster in der geraden Ostwand mit drei gestaffelten Bahnen, die kleeblattbogig in Plattenmaßwerk schließen. Die hohen Rundbogenfenster mit Werksteineinfassungen in den Längswänden ersetzen seit 1880 schlanke spitzbogige der Erbauungszeit, die teilweise vermauert erhalten sind. Von der 1156 indirekt erwähnten Kirche sind allenfalls noch Grundmauern erhalten, der Kirchturm mit seinen rundbogig geschlossenen Schallöffnungen soll 1213 erbaut worden sein. Die Jahreszahl 1799(i) auf der Wetterfahne bezieht sich auf eine Erneuerung des in ein Achteck übergeleiteten Turmhelms mit Schieferdeckung. Kleine Vorhallen aus Backstein unter Satteldach mit Linkskremperdeckung beschirmen die einander gegenüberliegenden Eingängen auf der Nord- und Südseite. Zur Ausstattung im flachgedeckten Inneren gehören eine Westempore mit Orgel und der Mittelschrein eines spätgotischen Altarretabels mit Kreuzigungsgruppe.
Denkmalbegründung
Während der Turm in das frühe 13. Jahrhundert datiert werden kann, ist die Bauzeit der Saalkirche noch ungeklärt. Die Katastrophen, die das Dorf im Laufe der Jahrhunderte ereilten, die Plünderungen 1521 und 1626 und den Großbrand 1686 scheint das Kirchengebäude jeweils ohne größeren Schaden überstanden zu haben. Seit der endgültigen Einführung der Reformation unter Herzog Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel im Jahre 1568 dient die Kirche als ev.-luth. Pfarrkirche. An ihrer Erhaltung besteht aufgrund ihrer geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte, aufgrund des Zeugnis und Schauwertes für Bau- und Kunstgeschichte, aufgrund ihrer künstlerischen Bedeutung als Erlebniswert für bedeutende Innenraumgestaltung und aufgrund ihrer städtebaulichen Bedeutung, die sie wegen des prägenden Einflusses auf das Straßenbild hat, ein öffentliches Interesse.
Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
61430090 | Kirchenanlage (Baukomplex)
Literatur
PPN: 030933706 | Seitenangabe: S. 1344
Lizenz
CC BY-SA 4.0
NFIS
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