St. Alexander

Datenblatt

Landkreis
Oldenburg (Oldb)
Gemeinde
Wildeshausen, Stadt
Gemarkung
Wildeshausen
Orts-/Stadtteil/Lage
Wildeshausen
Adresse
Sägekuhle 7
Objekttyp
Kirche (Bauwerk)
Baujahr
um 1200
Personen
Gökes, Max
Denkmalstatus
Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
Bedeutung
geschichtlich, künstlerisch, städtebaulich
Im Denkmalverzeichnis
Ja
Objekt-ID
35977060
Objekt-Nr.
40
Fachbereich
Bau und Kunst
Denkmalthema
Gauss-Steine
Denkmalthema Gauß: Der Kirchturm war bereits bei der Vermessung durch Oberst Epailly 1804/1805 ein Triangulationspunkt gewesen. Bei der Hannoverschen Triangulation 1830 wurde der Kirchturm nicht als Basisstation einer Vermessung genutzt, jedoch von mehreren anderen Punkten aus angepeilt und somit in das Vermessungsnetz mit einbezogen.
Beschreibung
Inmitten des Kirchplatzes gelegene ehemalige Stiftskirche. Gegründet durch Graf Waltbert, 850/851 Reliquientranslation aus Rom. Dreischiffige Gewölbebasilika, Backsteinbau mit Querschiff, quadratischem Chor und Westbau. Westbau aus exakt zurechtgehauenen Granitquadern, nach den neusten Forschungen Baubeginn wohl um 1200. Querriegel mit rundbogigem Säulenportal aus Sandstein, die Türöffnung mit Kleeblattbogen, darüber eine Rosette aus neun Oculi. Mittig im Westbau ein rechteckiger Turm von vier Freigeschossen mit Kantenquaderung, Spitzbogenblenden und gekuppelten Schallarkaden, unter Walmdach mit achteckigem Dachreiter. Die ursprüngliche Gliederung des Langhauses ist nur auf der Nordseite erhalten, mit Rundbogenfenstern, im Obergaden mit umlaufendem Wulst, unter der Traufe Rundbogenfries. Bauzeitliches Rundbogenportal am Südquerhaus und ein einfacheres am nördlichen Seitenschiff. Alle anderen Fassaden 1637-1641 verändert, u. a. Quersatteldächer der Seitenschiffe durch Pultdächer ersetzt und spitzbogige Fenster eingefügt. 1664 Fenstergruppe des Chores zu einem Maßwerkfenster zusammengefasst. Am Außenbau mehrere spätmittelalterliche Sandsteinreliefs. 1907-1910 durchgreifende Restaurierung. Der Innenraum mit drei Mittelschiffsjochen und sechs Seitenschiffsjochen im gebundenen System. Stützenwechsel zwischen Rechteckpfeilern und Kreuzpfeilern mit Vorlagen zum Mittelschiff sowie eingestellten schlanken Säulen mit Blattkapitellen. Über den Arkadenbögen Bogenfries. Gurtbögen spitz, die Mittelschiffsgewölbe mit Wulstrippen, die Seitenschiffe kreuzgratgewölbt. In der Vierung und im Chor ebenfalls Wulstrippengewölbe, beide mit Hängeschlusssteinen, in der Vierung achtteilig und mit Ring im Scheitel; in den Querarmen Bandrippengewölbe. Von der bauzeitlichen Ausstattung die Altarmensa im Südquerhaus und Teile der Chorschranken erhalten. Triumphkreuz des späten 14. Jahrhunderts, Taufbecken des 15. Jahrhunderts. Im Chor an der Nordwand Sakramentsnische, flankiert von vier Wandschränken, und an der Südwand drei Sedilien, alles aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts und in reichen spätgotischen Formen. Im Langhaus Reste von figürlichen Wandmalereien der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Neuausstattung von 1907-1910, darunter Glasfenster von Georg Karl Rohde (Bremen), der Altar des Oldenburger Künstlers Max Gökes und eine Empore im nördlichen Querarm. Im Winkel zwischen Chor und Südquerarm Sakristei, bandrippengewölbter Raum mit Wandmalereien: untere Schicht Falkenjagd, um 1270, obere Schicht Jugend- und Passionsgeschichte Christi, Anfang des 15. Jahrhunderts.
Denkmalbegründung
Die Kirche St. Alexander in Wildeshausen hat eine geschichtliche Bedeutung für die Ortsgeschichte und für die Kirchengeschichte sowie aufgrund ihres Zeugnis- und Schauwerts für die Bau- und Kunstgeschichte und als spätromanische Stiftskirche. Ferner hat sie eine künstlerische Bedeutung aufgrund ihrer überregional herausragenden künstlerischen Stellung in der Architektur des 13. Jhs. und ihres bedeutenden Innenraumes mit wichtigen Ausstattungsstücken aus verschiedenen Epochen seit der Erbauung und schließlich eine städtebauliche Bedeutung für das Ortsbild und für den Kirchplatz. Aus diesen Gründen liegt die Erhaltung der Alexanderkirche im öffentlichen Interesse.
Gruppen (ID | Typ | Beschreibung)
35950843 | Stift | St. Alexander
Literatur
PPN: 1140252577 | Seitenangabe:

PPN: 030933706 | Seitenangabe: 1369

PPN: 266704816 | Seitenangabe: 353
Weiterführende Links
Forschungen zur Alexanderkirche
Lizenz
CC BY-SA 4.0
ADABweb
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