Hof Völle

Datenblatt

Landkreis
Osnabrück
Gemeinde
Hasbergen
Gemarkung
Ohrbeck
Orts-/Stadtteil/Lage
Ohrbeck
Adresse
Zur Hüggelschlucht 2
Objekttyp
Wohn-/Wirtschaftsgebäude
Baujahr
1838
Denkmalstatus
Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
Bedeutung
geschichtlich
Im Denkmalverzeichnis
Ja
Objekt-ID
35634653
Objekt-Nr.
28
Fachbereich
Bau und Kunst
Beschreibung
Inmitten einer Hofanlage gelegenes Wohn-/Wirtschaftsgebäude, Vierständerbau, Kammerfach mit Aufsprung, Fachwerk mit Ziegelausmauerung, aufgrund des Geländeversprungs der Wohnteil über hohem Kellergeschoss mit Sandsteinmauerwerk, Wirtschaftsgiebel zweimal vorkragend, Wohngiebel einmal vorkragend, Satteldach, errichtet 1838 (i). An der nördlichen Traufseite ein nachträglicher Anbau.
Denkmalbegründung
Das Wohn-/Wirtschaftsgebäude wurde 1838 errichtet und liegt inmitten der Gemarkung. Die Gemarkung Ohrbeck erstreckt sich im Südosten der Gemeinde Hasbergen und grenzt nordöstlich direkt an die Stadt Osnabrück. Landschaftlich ist Ohrbeck sehr abwechslungsreich: das sehr flache Gebiet im Norden wird heute überwiegend als Wiesen- und Weideland genutzt, während der mittlere Bereich gen Süden größtenteils von Ackerland und einzelnen Waldgebieten dominiert wird. Abgeschlossen wird die Gemarkung nach Süden durch die Hüggelberge. Verkehrstechnisch verlaufen sowohl die Hauptstraße als auch die Eisenbahnlinien – darunter die Hüggelbahn – inmitten von Ohrbeck von Nordwest nach Südost, mittels derer die ehemaligen Bergwerke angefahren wurden. Von der Hauptstraße aus bilden zahlreiche Abzweigungen ein großes Wegenetz. Ein größeres, geschlossenes Siedlungsgebiet liegt nördlich der Bahnlinien, im Norden von Ohrbeck. Ansonsten zeigen sich die Ansiedlungen stark zerstreut. Im Süden ist eine Bebauung nahezu vollständig ausgeblieben. Wie in den anderen Gemarkungen der Gemeinde Hasbergen ist die historische Substanz in Ohrbeck nur noch exemplarisch an einigen wenigen Beispielen belegbar und vorwiegend durch zahlreiche Um- und Neubauten stark verändert. Das Wohn-/Wirtschaftsgebäude des Hofes Völle ist ein wichtiger Bestandteil der alten Siedlungsstruktur und eines der letzten authentischen Vertreter dieser Baugattung in Ohrbeck. Hieraus begründet sich die siedlungsgeschichtliche Bedeutung für das Objekt. Veränderungen der bauzeitlichen Substanz sind auch hier durch die Erweiterung des Kammerfachs und den Anbau an der nördlichen Traufseite zu erkennen. Dennoch ist das Objekt in der Ausprägung der Bauaufgabe und -form für ein Gebäudes im landlichen Bereich aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert beispielhaft. Ein Merkmal ist der Aufsprung im Kammerfach. Das ist ein Versprung in der Balkenlage, in der Decke zwischen Flett und Kammerfach - in Verbindung mit dem Bedürfnis der Schaffung eines Kornbodens über den Wohnräumen des Kammerfach ab 1730er Jahre entstanden. Diese Konstruktion findet sich bei ländlichen Gebäuden in der zweiten Hälfte des 18. bin in die ersten Hälfte des 19. Jahrhundert häufig. An der Erhaltung des Wohn-/Wirtschaftsgebäudes besteht weiterhin aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung für die Siedlungs- und Wirtschaftsgeschichte ein öffentliches Interesse.
Lizenz
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