Jüdischer Friedhof Nienburg

Datenblatt

Landkreis
Nienburg (Weser)
Gemeinde
Nienburg (Weser), Stadt
Gemarkung
Nienburg
Orts-/Stadtteil/Lage
Nienburg
Adresse
Bruchstraße
Objekttyp
Friedhof
Denkmalstatus
Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
Bedeutung
geschichtlich, wissenschaftlich
Im Denkmalverzeichnis
Ja
Objekt-ID
31020318
Objekt-Nr.
156
Fachbereich
Bau und Kunst
Beschreibung
Jüdischer Friedhof auf leichter Anhöhe, mauerumfriedet, ca. 300 Grabsteine des 19. und 20. Jahrhunderts. Wohl 1694 angelegt. Eine um 1887 errichtete Trauerhalle mit Tahararaum ist heute bis auf zwei Mauern zerstört, diese wurden 1967 zu einem Gedenkbereich umgestalltet. Teil des Areals dient als russischer Kriegsgräberfriedhof.
Denkmalbegründung
An der Erhaltung des 1694 angelegten, 1710 erstmals erwähnten jüdischen Friedhofs besteht aufgrund einer historischen und wissenschaftlichen Bedeutung ein öffentliches Interesse: Als Begräbnisplatz der jüdischen Gemeinde von Nienburg mit ca. 300 erhaltenen Grabsteinen aus dem 19. und 20. Jahrhundert ist er sowohl ein aussagekräftiges Objekt der lokalen Geschichte als auch der Sozial-, Kultur- und Religionsgeschichte und der Geschichte der jüdischen Bestattungskultur. Als eines der wenigen erhaltenen Zeugnisse für die Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Niedersachsen besitzt der Friedhof einen hohen Dokumentations- und Erinnerungswert. Als Kriegsgräberstätte für elf russische Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs ist der Friedhof von nationalgeschichtlicher Bedeutung.
Lizenz
CC BY-SA 4.0
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