Klosterkirche Marienwerder (ehem. St. Maria)

Datenblatt

Landkreis
Region Hannover
Gemeinde
Hannover, Stadt
Gemarkung
Marienwerder
Orts-/Stadtteil/Lage
Marienwerder
Adresse
Quantelholz 60
Objekttyp
Klosterkirche
Baujahr
1191
bis
1210
Denkmalstatus
Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
Bedeutung
geschichtlich, künstlerisch, städtebaulich
Im Denkmalverzeichnis
Ja
Objekt-ID
30790270
Objekt-Nr.
3171
Fachbereich
Bau und Kunst
Denkmalthema
Frauenkloester
Beschreibung
Spätromanische, ehemals dreischiffige Basilika von zwei Jochen, Querhaus mit Nebenapsiden und Chorjoch mit eingezogener halbrunder Apsis. Verputzter Bruchsteinbau. Westfassade mit zweimal zwei Rundbogenfenstern übereinander, an der Nordwestecke Strebepfeiler, mittig viereckiger Turm mit Bogenfries und achteckigem Aufsatz. Nordseite mit Rundbogenfenstern und Gewändeportal anstelle der Arkadenbögen unten (Seitenschiff abgebrochen) und oben zweimal zwei Rundbogenfenstern. Nordquerhausfront mit Säulenportal, Rundbogenfenster und Oculus. Nebenapsiden mit je einem, Hauptapsis mit drei Rundbogenfenstern. Umlaufendes Sockelprofil und Traufgesims. Innen Kreuzgratgewölbe auf spitzen Gurtbögen und Viertelkreiskonsolen. Frühere Arkadenbögen im Norden als Blendarkaden sichtbar, zum südlichen Seitenschiff Rechteckpfeiler, im zu Kapellen umgebauten Seitenschiff Kreuzgratgewölbe erhalten. Im Querhaus und Chor Kreuzgratgewölbe, in der Vierung spitze Bögen auf doppelt gestuften Wandvorlagen, auf der Westseite dort Säulenpaar eingestellt. Apsis spitzbogig und doppelt eingezogen. In beiden Querarmen Emporen, im Westen Orgelempore. Von der mittelalterlichen Ausstattung Triumphkreuzgruppe Ende 13. Jh. Grabplatten 13.-18. Jh. Die meisten Ausstattungsstücke von der Restaurierung des 19. Jhs. Ausmalung des Chors um 1900. Erbaut um 1200, 1858-1861 durchgreifend restauriert, Architekt: Georg Ludwig Comperl, C. A. Vogell, dabei nördliches Seitenschiff abgetragen, Westturm aufgesetzt, Nonnenempore von 1476 entfernt und heutige Emporen eingebaut, südliche Nebenapsis rekonstruiert, Fenster und Portale erneuert. 1972 verputzt.
Denkmalbegründung
Die Klosterkirche Marienwerder ist eine spätromanische Kirche aus der Zeit kurz nach der Gründung des Klosters. Als gewölbte Basilika mit Querhaus und drei Apsiden zeugt sie von einem hohen Anspruchsniveau. Als ältestes Bauwerk von Hannover hat die Kirche einen Zeugnis- und Schauwert für die Bau- und Kunstgeschichte, für den Stil Spätromanik und für eine Kirche eines Männerstifts, die kurz darauf zur Frauenklosterkirche wurde. Eine ganz eigenständige Denkmalbedeutung kommt ferner der durchgreifenden Restaurierung der Jahre 1858-1861 durch den Landbaumeister Comperl und den Hannoverschen Hofbaumeister C. A. Vogell im Auftrag der Klosterkammer Hannover zu, bei der viele Bauglieder überarbeitet oder ergänzt wurden und Innen eine Neudisposition mit drei Emporen und fast komplett neuer Ausstattung vorgenommen wurde, von der noch erhebliche Teile erhalten sind. An der Erhaltung der Klosterkirche Marienwerder besteht ein öffentliches Interesse.
Gruppen (ID | Typ | Beschreibung)
30592238 | Klosteranlage | Kloster Marienwerder und Hinüberscher Garten
Literatur
PPN: 030933706 | Seitenangabe: 928

PPN: 125316151 | Seitenangabe: 70 - 70

PPN: 476188814 | Seitenangabe: 185
Weiterführende Links
Denkmaltopographie Stadt Hannover, Teil 2: Objektbeschreibung
Wikipedia
Lizenz
CC BY-SA 4.0
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