Stöckener Wassermühle

Datenblatt

Landkreis
Gifhorn
Samtgemeinde
Wittingen, Stadt
Gemeinde
Stöcken
Orts-/Stadtteil/Lage
Stöcken
Adresse
Hinter der Ise 15
Objekttyp
Wassermühle
Baujahr
1881
Denkmalstatus
Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
Bedeutung
Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
Im Denkmalverzeichnis
Ja
Objekt-ID
290064c6-de30-44aa-9e15-a1ffaf7b01d5
System-ID
#61429833
ADABweb-ID
33947830
Fachbereich
Baudenkmalpflege
Beschreibung
An der Ise als Teil einer Hofanlage gelegener ursprünglich eingeschossiger, jetzt zweigeschossiger Fachwerkbau, zur Bachseite auf hohem Feldsteinsockel, Obergeschoss und Dachgeschoss holzverschalt, Gebäudeflügel unter Satteldächern in Krempziegeldeckung. Aufstockung wohl um 1910, nach 1945 weitere Veränderungen durch Ausbau des Dachgeschosses und Anbau eines neuen Eingangsbereiches zur Rückseite in Klinker. Ursprüngliche Ziegelausfachung des Hauptgebäudes heute verputzt. Innere Strukturen (Wohnteil/Mühlenteil) und Ausstattungsteile (Treppe, Türen, Fenster) aus der ersten Umbauphase weitgehend erhalten. Mühlentechnische Ausstattung in Teilen vorhanden. Ursprünglicher Wasserlauf um 10 Meter nach Süden verlegt.
Denkmalbegründung
Seit jeher verbindet sich die Geschichte Stöckens mit einer Wassermühle, die früheste urkundliche Erwähnung stamm von 1328. Die Mühle wurde um 1328-1336 von den Brüdern von den Knesebeck an das Kloster Alt-Isenhagen verkauft und diente bis ins 19. Jh. hinein als Pachtmühle unter dessen Amtsverwaltung. Die Mühlengeschichte ist geprägt von stetem Wassermangel, die Antriebsmisere konnte 1898 durch den Einbau einer Dampflokmobile, 1910 durch den Einbau eines Sauggasmotors gelöst werden. 1876 ging die Mühle in den Privatbesitz der Familie Gestefeld über, nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm der Schmiedeobermeister Wilhelm Kötke die voll elektrifizierte, mit zwei Walzenstühlen und mit je einem Mahl- und Schrotgang ausgerüstete Mühle und führte den Mahl- und Schrotbetrieb bis 1960 fort. An der Erhaltung der Stöckener Wassermühle besteht aufgrund ihrer geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte, als Zeugnis- und Schauwert für Wirtschafts- und Technikgeschichte sowie für die Geschichte der Gifhorner Kulturlandschaft, wie auch aufgrund ihrer städtebaulichen Bedeutung von prägendem Einfluss auf das Straßenbild ein öffentliches Interesse.
Lizenz
CC BY-SA 4.0
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