Kurpark

Datenblatt

Landkreis
Hameln-Pyrmont
Samtgemeinde
Bad Pyrmont, Stadt
Gemeinde
Pyrmont
Orts-/Stadtteil/Lage
Bad Pyrmont
Adresse
Kurpark
Objekttyp
Kurpark
Baujahr
1667
Denkmalstatus
Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
Bedeutung
Geschichtliche Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
Im Denkmalverzeichnis
Ja
Objekt-ID
28a1dea7-27eb-478e-b6a2-6a2c771aa6c7
System-ID
#61601715
ADABweb-ID
36411639
Fachbereich
Baudenkmalpflege
Beschreibung
Historische Gartenanlagen mit barockem Alleensystem als herausragendem Element, kontinuierlich angelegt und erweitert seit Ende des 17. Jahrhunderts, einschließlich der Erweiterung um den Bergkurpark in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und der in den Kurpark integrierten Kleinarchitektur wie Pavillons, Brücken, Denkmale und Skulpturen, u.a. die Malerbrücke, die Sandsteinskulptur „Mädchen mit Gans“, das Denkmal Werner Dirks und der Schutzpavillon im Bergkurpark.
Denkmalbegründung
Der Kurpark in Bad Pyrmont hat seinen Ursprung in dem im 14. Jahrhundert erstmals schriftlich erwähnten „Hylligen Born“, über dem Fürst Georg Friedrich von Waldeck 1667 das erste Brunnenhaus des späteren Kurbades erbauen ließ. Von hier aus wurde hangabwärts nach Süden eine Allee gepflanzt. Diese heutige „Hauptallee“ ist die älteste in Niedersachsen datierbare Allee dieser Art und eine der frühesten öffentlichen Promenaden im Zusammenhang mit neuzeitlichen Kureinrichtungen. Die Schlossallee wurde ab 1706 als „Neuer Canal“ mit begleitenden Bäumen und Wegen angelegt und stellte die Verbindung zwischen der Schlossgraft und dem südlichen Endpunkt der Hauptallee her. 1717 wurden Hauptallee und „Canal“ durch die „Fontaine“, ein großes ausgemauertes Wasserbecken, verbunden. Ab 1745 folgte die Pflanzung der Kloster- und der Ballhausallee und 1770 der Neuen Allee, die den Brunnenplatz mit einem westlich gelegenen Boskett und einem ovalen Bassin verband. Zugleich entstand der Dreistrahl mit dem ovalen Äskulap-Platz. Auf dem Areal, das durch dieses barocke Alleensystem gegliedert war, entstanden während des 19. Jahrhunderts landschaftlich gestaltete Parkquartiere mit Kleinarchitekturen, einem zunehmend artenreichen Gehölzbestand und Blumenpflanzungen. Gartendirektor Friedrich Dirks ließ 1882 die Bombergallee pflanzen, ab 1903 plante der Hannoversche Stadtgartendirektor Julius Trip die “Französischen Anlagen“ östlich der Schlossgraft und den malerisch gestalteten Landschaftspark im Norden der Graft. Der heutige Kurpark ist besonders geprägt von Werner Dirks, der u.a. den Azaleenweg und den Palmengarten anlegte. In den 1930er Jahren wurde der Kurpark um den Bergkurpark erweitert, in den 1950er Jahren die Grünflächen der Helenenquelle, Hirsch- und Friedrichspark neu angelegt. Die Erhaltung des Kurparks von Bad Pyrmont liegt wegen seiner besonderen Bedeutung sowohl für die Orts- und Siedlungsgeschichte als auch für die Landesgeschichte und aufgrund seines außerordentlich prägenden Einflusses auf das Ortsbild im öffentlichen Interesse. Durch den direkten Zusammenhang mit der Entwicklung des Kurbades und damit eines neuzeitlichen Gesundheitswesens kommt ihm zudem ein hoher Zeugniswert für die Kultur- und Sozialgeschichte zu.
Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
61719429 | Kuranlage (Baukomplex)
Literatur
PPN: 030933706 | Seitenangabe: S. 173

PPN: 77916170X | Seitenangabe: 229 - 238

PPN: 387198474 | Seitenangabe: 68 - 71
Lizenz
CC BY-SA 4.0
NFIS
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