Wohnhaus

Datenblatt

Landkreis
Göttingen
Samtgemeinde
Göttingen, Stadt
Gemeinde
Göttingen
Orts-/Stadtteil/Lage
Göttingen
Adresse
Düstere Straße 1
Objekttyp
Wohnhaus
Denkmalstatus
Teil einer Gruppe baulicher Anlagen (gemäß § 3 Abs. 3 S. 1 NDSchG)
Bedeutung
Städtebauliche Bedeutung, Geschichtliche Bedeutung
Im Denkmalverzeichnis
Ja
Objekt-ID
1a12357f-8be0-4bc3-aec8-475433e2eca2
System-ID
#61555024
ADABweb-ID
35857354
Fachbereich
Baudenkmalpflege
Beschreibung
Zwei- bzw. dreigeschossiges Wohnhaus in Ecklage auf winkelförmigem Grundriss unter Walm- und Satteldächern an der Straßenecke Düstere Straße / Hospitalstraße. Die in der Südansicht zur Hospitalstraße asymmetrischen Fassaden- und Dachformen rühren von dem nachträglichen Umbau des Ostflügels im 19. Jahrhundert. Das gedrungene Erscheinungsbild insbesondere der alten Hauptfassade zur Düsteren Straße mit stufenlosem Eingang erklärt sich aus dem stark angewachsenen Straßenniveau. Ungewöhnlich sind die starken Erdgeschossmauern, dekoriert mit Putzquaderung des 19. Jahrhunderts, darüber befindet sich im Obergeschoss verputztes Fachwerk. Die geschlossene und mit einem Giebel abschließende Ostfassade markiert den Abbruch einer dort früher anschließenden Scheune von 1752. - Im Innern Treppe der Mitte des 19. Jahrhunderts, Balkendeckenkeller, Kehlbalken-Dachwerk aus wiederverwendeten Hölzern.
Denkmalbegründung
Das Grundstück Düstere Straße 1 befindet sich außen vor der (inneren) Stadtmauer und war im 17. Jahrhundert westlicher Teil des Ratsapotheken-Gartens, wo dann seit 1735 der Wohnsitz eines städtischen Seifensieders und seit 1749 des Scharfrichters überliefert ist. Auf dem Grundstück stand ab 1752 auch eine in den 1960er Jahren abgerissene Scheune der nahegelegenen Kleinen Mühle. Die Grundstücksgeschichte wurde im 19. Jahrhundert fortgesetzt mit dem Verkauf 1829/30 an den Maurermeister Johann Georg Meyer und 1863 an den Maurermeister Conrad Rathkamp, dessen bekanntes Baugeschäft hier seinen Ursprung hatte. Aus dieser Zeit stammen wohl mindestens eine Gesamtüberformung sowie der Um- bzw. Neubau des Ostflügels als Verbinder zur Mühlenscheune. Weitere Besitzer waren ab 1881 der Viehhändler Mendel Meininger und ab 1930 der Malermeister Lechte, zu denen auch die in der Denkmalersterfassung 1978 noch vorhanden gewesenen Nebengebäude auf dem großen Grundstück gehörten. - Baugeschichte und Bausubstanz des Gebäudes sind nicht näher erforscht. Das ein paar Stufen unter dem heutigen Straßenniveau tiefer gelegene Erdgeschoss sowie starke Erdgeschosswände in der Süd- und Westfassade lassen im Kern Bausubstanz aus der Zeit vor dem 19. Jahrhundert vermuten (Forschungsbedarf). - Die Erhaltung des Gebäudes Düstere Straße 1 liegt wegen seiner geschichtlichen und städtebaulichen Bedeutung im öffentlichen Interesse. Die ortsgeschichtliche Bedeutung liegt im Zeugnis- und Schauwert für die Baugeschichte, Wirtschaftsgeschichte und Sozialgeschichte Göttingens. Die städtebauliche Bedeutung besteht im prägenden Einfluss auf das Straßenbild mehrerer Straßen, die sich hier platzartig erweitern sowie als Element des räumlichen Gefüges des Innenstadt-Ensembles.
Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
61554944 | Häusergruppe
61700542 | Altstadt (Baukomplex)
Lizenz
CC BY-SA 4.0
NFIS
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